{"id":1081,"date":"2013-06-03T06:32:00","date_gmt":"2013-06-03T05:32:00","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.icb.at\/?p=1081"},"modified":"2013-06-03T06:32:00","modified_gmt":"2013-06-03T05:32:00","slug":"tag-2-seattle","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.icb.at\/?p=1081","title":{"rendered":"Tag 2: Seattle"},"content":{"rendered":"<style type=\"text\/css\"><!--\nP { margin-bottom: 0.21cm; }\n--><\/style>\n<p>Wieder war um ca. 0700 Tagwache, damit wir rechtzeitig in den Fr\u00fchst\u00fccksraum kommen. In einem Hotel, in dem sicher 200 G\u00e4ste \u00fcbernachten k\u00f6nnen, reicht es schlie\u00dflich v\u00f6llig aus, einen Fr\u00fchst\u00fccksraum zu haben, in dem 20 Leute Platz haben. Wer will denn schon fr\u00fchst\u00fccken&#8230;<\/p>\n<p>Nach nur kurzer Wartezeit erbeuten wir einen 4er-Tisch. Das gen\u00fcgt, weil Tonittt inzwischen das Zimmer h\u00fctet. Mura hat die Methode des Waffel-Backens heute perfektioniert. Man muss 1 \u00bc Becher Teig reinsch\u00fctten und das ganze 10 Sekunden l\u00e4nger backen lassen als das Piepsen anzeigt. Falls ihr mal hier \u00fcbernachtet, merkt euch das&#8230;<\/p>\n<p>Zum Entsorgen des Abfalls (es gibt nur Pappteller und Plastikgeschirr) gibt es dort drei verschiedene M\u00fclltonnen. Eine f\u00fcr kompostierbares, eine f\u00fcr Recyclingmaterial und eine f\u00fcr Restm\u00fcll. Drinnen ist \u00fcberall das gleiche. N\u00e4mlich Pappteller und Plastikgeschirr. Also verteilen wir unseren M\u00fcll m\u00f6glichst gleichm\u00e4\u00dfig auf alle drei Mistk\u00fcbel.<\/p>\n<p>Damit ist der Start in den Tag gelungen und das Tagwerk kann beginnen. Und zwar mit der R\u00fcckgabe des Mietautos. Mura hat schlauerweise beim Mieten am Flughafen als R\u00fcckgabeort wieder den Flughafen ausgemacht. Das hei\u00dft, mit dem Auto zum Flughafen fahren und mit dem Airportshuttle wieder zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Das ist insofern ungut, weil drei H\u00e4userblocks von unserem Hotel entfernt eine Filiale unserer Autovermietung ist. Der Versuch, dort \u00fcber VOIP anzurufen, schl\u00e4gt fehl, weil es zwar problemlos funktioniert solange man in der Warteschleife h\u00e4ngt, aber wenn sich dann wer meldet pl\u00f6tzlich die Verbindung abbricht.<\/p>\n<p>Also gehen wir aufs Ganze und versuchen, den Wagen einfach so dorthin zur\u00fcck zu bringen. Eine tollk\u00fchne Aktion, aber wer die Weltherrschaft erringen will, der darf nicht zimperlich sein. ICBeter und Mura fahren dorthin. Bei der Abfahrt werden die beiden gleich von einer Blondine angequatscht. Vielleicht sollten wir uns so ein Auto immer zulegen&#8230;<\/p>\n<p>Das Navi zeigt uns zielsicher den Weg auf der rund 200 Meter weiten Fahrt. Ok, einmal haben wir uns kurz verfahren, aber gleich wieder zur\u00fcck gefunden. Der freundliche Herr bei der Vermietung l\u00e4sst uns das Auto auch hier zur\u00fcck bringen ohne einen Aufpreis zu verrechnen. Und das, obwohl er gar keine Verwandten im Burgenland hat! Vorher fahren wir aber noch zur Tankstelle.<\/p>\n<p>Die ist auch nur 150 Meter weit weg. In Seattle ist offenbar alles auf kleinstem Raum versammelt. Eine nette kleine Ortschaft so wie Zemendorf. Da wir nicht wissen, was f\u00fcr ein Benzin in diesen Tank geh\u00f6rt, nehmen wir das billigste das angeboten wird \u2013 Regular. Bis zur Vermietung wird die Karre schon noch laufen&#8230; 6 Gallonen gehen hinein. So billig werden wir auf dieser Tour sicher nie wieder tanken.<\/p>\n<p>Dann sind wir die Kiste los und gehen zu Fu\u00df zur\u00fcck zum Hotel. Danach wird es Zeit, Pl\u00e4ne f\u00fcr den Tag zu schmieden und so schnell wie m\u00f6glich aufzubrechen. Der erste Plan ist, sich im \u00f6ffentlichen Verkehr von Seattle zurecht zu finden. Nach dem Studium einschl\u00e4giger Webseiten, beschlie\u00dfen wir und Orca-Karten zu besorgen. Das ist so \u00e4hnlich wie die Octopus-Karten in Hongkong. Ge\u00fcbte ICB-Blog-Leser wissen, wovon die Rede ist.<\/p>\n<p>ICBeter marschiert zum QFC-Supermarkt und holt 5 solche Karten. Sie kosten 5 $. Dazu wird jede noch mit 20 $ aufgeladen. Zur\u00fcck im Hotel wird beschlossen, die Seattle Underground Tour zu machen. Die Tour, die um 1100 beginnt, wird sich nicht mehr ausgehen, darum wird 1200 angepeilt. Die Zeit bis dahin wird im Internet verbracht. Und zwar so ausgiebig, dass sich 1200 nicht mehr ganz ausgehen wird. Also peilen wir die 1300-F\u00fchrung an.<\/p>\n<p>Inzwischen k\u00f6nnen wir nachschauen, wie das mit dem Benzin-Rabatt mit der Safeway-Kundenkarte ist. F\u00fcr jeden Dollar, den man im Safeway ausgibt, gibt es einen Punkt. Wenn man 1000 Punkte gesammelt hat, bekommt man beim Tanken 1 $ Rabatt pro Gallone f\u00fcr bis zu 25 Gallonen. Daf\u00fcr m\u00fcssten wir aber vor dem ersten Tanken 1000 $ im Safeway ausgeben, was sogar f\u00fcr uns eine Herausforderung w\u00e4re.<\/p>\n<p>Da gibt es aber noch die Sonderregelung, dass man f\u00fcr Geschenkgutscheine, die man bei Safeway kauft, 4fache Punkte bekommt. Aber nur wenn die Geschenkgutscheine nicht von Safeway sind. Alles klar? Wir m\u00fcssen also vor jedem Tanken 250 $ f\u00fcr Geschenkgutscheine ausgeben und haben 1000 Punkte und zahlen f\u00fcr die ersten 25 Gallonen nur rund 3 $ anstatt 4.<\/p>\n<p>Das alles herauszufinden war leider so zeitaufw\u00e4ndig, dass sich die 1300-F\u00fchrung nicht mehr ausgeht, also peilen wir die 1400-F\u00fchrung an. Tats\u00e4chlich denkt ICBeter um 1315 daran, dass man jetzt vielleicht aufbrechen sollte. So schnell geht das aber nicht, weil jeder nochmal aufs Klo gehen muss und eigentlich sollte man im Internet auch nachschauen, welche Buslinie wir nehmen m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Da wird es dann leider etwas sp\u00e4t und wir peilen mal die 1500-F\u00fchrung an. Aus irgend einem Grund funktioniert das dann tats\u00e4chlich, dass wir um 1415 aus dem Hotel kommen und uns zur Bushaltestelle begeben. Nach ein paar Minuten Warten kommt auch schon der richtige Bus. Die Orca-Karte muss man nur zum Entwerter halten bis es piepst und schon hat man bezahlt. Weil gerade Offpeak-Zeit ist, zahlt man statt $ 2,50 nur $ 2,25. Schon wieder haben wir gespart!<\/p>\n<p>Um 1430 sind wir beim Beginn der Underground-Tour. Wir bekommen gr\u00fcne Armb\u00e4nder zur Identifizierung und m\u00fcssen auf den Beginn der Tour warten. Mura nutzt die Wartezeit sinnvoll und holt sich beim Subway nebenan einen footlong Sandwich f\u00fcr zwischendurch. Dann geht es ab in den Untergrund.<\/p>\n<p>Die K\u00fcstenlinie von Seattle ist urspr\u00fcnglich auf H\u00f6he des Meeresspiegels erbaut worden. Und klugerweise auf der Meeresh\u00f6he w\u00e4hrend der Ebbe. Damit sind diese Teile w\u00e4hrend der Flut deutlich unterhalb des Meeresspiegels gelegen, was in mehrfacher Hinsicht suboptimal war. Nicht nur, dass dann alles voll Wasser war, es sind auch alle Abw\u00e4sser, die w\u00e4hrend der Ebbe ins Meer geleitet wurden wieder zur\u00fcck gekommen. So konnte man des \u00d6fteren alte Bekannte wieder treffen, welche die Flut zur\u00fcck gebracht hat.<\/p>\n<p>Irgendwann sind die Leute dann draufgekommen, dass das alles nicht so gut ist und dass es auch nicht von selber besser wird. Also haben sie die Stra\u00dfen einfach auf die Ebene der ersten Stockwerke der H\u00e4user angehoben. Die ehemaligen Erdgescho\u00dfe sind dann inklusive der Stra\u00dfen quasi der Keller geworden.<\/p>\n<p>Das ist an einigen Stellen noch immer so wie damals, sodass man hinunter gehen kann und sich Teile des damaligen Seattle dort unten anschauen kann. Wir bekommen auch einige Geschichten aus der Historie der Stadt erz\u00e4hlt. So etwa, dass bevor alle Stra\u00dfen auf die H\u00f6he gehoben wurden, man zwischen den H\u00e4userblocks auf Leitern hinunter und dann wieder hinauf klettern musste.<\/p>\n<p>Oder dass man einmal eine Erhebung aller Berufe der Einwohner gemacht hat. Neben der gro\u00dfen Mehrheit an M\u00e4nnern, die Holzf\u00e4ller oder Goldsucher waren, gab es noch einen Stadtteil, in dem sehr viele N\u00e4herinnen gearbeitet haben. Und zwar um ein vielfaches mehr als jedes andere Handwerk vertreten war. Dann hat man sich den Stadtteil mit den N\u00e4herinnen mal genauer angeschaut und keine einzige N\u00e4hmaschine gefunden.<\/p>\n<p>Letztlich hat man beschlossen, die N\u00e4herinnen mit einer Steuer von 10 $ zu belegen. Gemeinsam mit den Steuern der Spielcasinos in dem Stadtteil hat diese Steuer bald 87 % der gesamten Einnahmen der Stadt Seattle ausgemacht. Nach ca. 75 Minuten endete die Tour. Das heutige R\u00e4tsel f\u00fcr alle Blog-Leser ist zu erraten, was am Ende der Besichtigungs-Tour-Strecke gewesen ist.<\/p>\n<p>Nach dieser unterirdischen Erfahrung marschieren wir noch zur K\u00fcste und diese entlang in n\u00f6rdliche Richtung, denn dort sind wir daheim. Tami hat Durst und so suchen wir etwas zu trinken. Wir kommen an einem Fish &amp; Chips-Stand vorbei und kaufen dort Getr\u00e4nke. Und weil wir halt schon da sind, k\u00f6nnen wir auch gleich etwas essen. Also bestellt sich jeder eine Portion. Es gibt dort auch einige Tische, wo man sein Essen verputzen kann.<\/p>\n<p>Die werden zum Teil von Leuten bev\u00f6lkert, die ihre Pommes an die M\u00f6wen verf\u00fcttern, die dort in Scharen lauern. Das ist sehr gesund. F\u00fcr die Leute. Manche f\u00fcttern so viel, dass sie unm\u00f6glich noch Pommes f\u00fcr sich selber \u00fcbrig haben k\u00f6nnen. Wir w\u00e4hlen aber den ungesunden Weg und fressen die Pommes selber auf.<\/p>\n<p>Dann wird es Zeit die Monorail zu benutzen. Das ist eine Stra\u00dfenbahn, die auf einer gro\u00dfen Betonschiene \u00fcber die Stra\u00dfen hinwegf\u00e4hrt. Dummerweise gelten die Orca-Karten hier nicht und man muss in bar bezahlen. Die Monorail f\u00e4hrt zum Spaceneedle, das ja ganz in unserer N\u00e4he ist. Und in der N\u00e4he eines Safeway. Denn dort m\u00fcssen wir ja hin.<\/p>\n<div id=\"attachment_1083\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/blog.icb.at\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/DSC_3903.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1083\" class=\"size-medium wp-image-1083\" alt=\"Die ICB-Taskforce hat den vermutlich gr\u00f6\u00dften Basketball von Seattle gefunden!\" src=\"http:\/\/blog.icb.at\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/DSC_3903-300x200.jpg\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/blog.icb.at\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/DSC_3903-300x200.jpg 300w, https:\/\/blog.icb.at\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/DSC_3903-449x300.jpg 449w, https:\/\/blog.icb.at\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/DSC_3903.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1083\" class=\"wp-caption-text\">Die ICB-Taskforce hat den vermutlich gr\u00f6\u00dften Basketball von Seattle gefunden!<\/p><\/div>\n<p>Wir holen uns dort eine Kundenkarte und Mura kauft schnell mal um 1000 $ Geschenkgutscheine von Home Depot. Die braucht er eh, um sich ein Bohrerset zu kaufen, dass in \u00d6sterreich sauteuer ist. Au\u00dferdem kaufen wir noch um 1 $ ein Rubbellos. Mit dem Gewinn des Loses wollen wir dann das verbilligte Benzin kaufen. Wir rubbeln es aber sicherheitshalber noch nicht auf&#8230;<\/p>\n<p>Dann geht es zur\u00fcck ins Hotel und weil fast alle sofort einpennen wird der Tag f\u00fcr beendet erkl\u00e4rt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wieder war um ca. 0700 Tagwache, damit wir rechtzeitig in den Fr\u00fchst\u00fccksraum kommen. In einem Hotel, in dem sicher 200 G\u00e4ste \u00fcbernachten k\u00f6nnen, reicht es schlie\u00dflich v\u00f6llig aus, einen Fr\u00fchst\u00fccksraum zu haben, in dem 20 Leute Platz haben. 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