{"id":257,"date":"2008-09-09T05:31:16","date_gmt":"2008-09-09T03:31:16","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.icb.at\/?p=257"},"modified":"2008-09-09T05:31:16","modified_gmt":"2008-09-09T03:31:16","slug":"t23-moab","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.icb.at\/?p=257","title":{"rendered":"T23: Moab"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/blog.icb.at\/wp-content\/uploads\/pict3558.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-262\" title=\"Tempel\" src=\"http:\/\/blog.icb.at\/wp-content\/uploads\/pict3558-225x300.jpg\" alt=\"\" width=\"225\" height=\"300\" \/><\/a>Auf diesem Campingplatz ist Checkout erst um 1200, also k\u00f6nnen wir uns noch Salt Lake City anschauen. Nat\u00fcrlich ist nur ICBeter rechtzeitig wach, um das Gratis-Shuttle um 1010 zu erreichen. Aber wieder haben Bru und Hauns mehr Gl\u00fcck als Verstand, denn das Shuttle muss zweimal fahren, weil zu viele Leute mitfahren wollen. Also geht es sich aus.<\/p>\n<p>Die Shuttlefirma ist sehr engagiert im Kampf gegen die Pensionisten-Arbeitslosigkeit, denn der Fahrer ist ein alter Opa. Er kommt sofort wieder, um die zweite Partie abzuholen. Um 1040 ist er dann da. Wir fahren zum Temple Square. Das ist die Mitte von SLC. Westlich vom TS werden die Stra\u00dfen ansteigend &#8220;west&#8221; gez\u00e4hlt. Also 100 West, 200 West usw. Gleiches f\u00fcr alle anderen Himmelsrichtungen. Es ist unm\u00f6glich, eine Adresse in SLC nicht zu finden.<\/p>\n<p>Wir gehen in den Tempelsquare und werden sofort von freundlichen Leuten entdeckt und mit Informationen \u00fcbersch\u00fcttet. Nach ein paar Mintuen k\u00f6nnen wir uns losreissen und schlie\u00dfen uns einer gef\u00fchrten Tour an. M\u00e4dels aus der ganzen Welt arbeiten hier als Fremdenf\u00fchrerinnen. Es sind alles Mormonen, die da f\u00fcr eine gewisse Zeit freiwillige Arbeit leisten und dann wieder heim geschickt werden. Alle haben ein Taferl mit ihrer Nationalfahne anstecken. \u00d6sterreich finden wir aber nicht.<\/p>\n<p>Wir gehen mit in den Tabernakel hinein. Das ist ein Geb\u00e4ude mit einer riesen Orgel und vielen Sitzpl\u00e4tzen, wo z. B. Konzerte aufgef\u00fchrt werden k\u00f6nnen. Wir h\u00f6ren uns die Tour aber nicht weiter an, weil wir nicht allzuviel Zeit haben. Wir gehen um den Tempel herum. Er sieht ein wenig aus, wie das Excalibur-Casino in Las Vegas (hoffentlich lesen das jetzt die Mormonen nicht). Also wir davor stehen, ersp\u00e4hen uns die freundlichen Leute wieder, die strategisch am Gel\u00e4nde verteilt sind und fragen uns, ob sie uns helfen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Nein, in den Tempel d\u00fcrfen wir leider nicht rein, aber sie k\u00f6nnen uns Fotos zeigen. Wir gehen lieber weiter zum Konferenzzentrum, das laut Wikipedia sehenswert sein soll. Wir betreten das Geb\u00e4ude und sehen und sofort mit einem halben Dutzend freundlicher Leute konfrontiert. Eine \u00e4ltere Frau begr\u00fc\u00dft uns sofort und gibt uns eine Privat-F\u00fchrung durch das Geb\u00e4ude. Wir stellen fest, dass auch hier etwas gegen die Pensionisten-Arbeitslosigkeit getan wird, denn das Durchschnittsalter aller Leute hier ist etwa 70.<\/p>\n<p>Wir gehen in den gro\u00dfen Konferenzsaal. Er bietet 21.000 Leuten auf zwei Etagen Platz. Im Innenraum hat eine Boeing 747 Platz. Als sie das sagte, mussten wir sofort an das World Trade Center denken&#8230; Sie erw\u00e4hnt, dass man seit 9\/11 nicht mehr ins zur Besichtigung ins Dach gehen kann. Ist wohl wegen den Flugzeugen&#8230; Dann gehen wir hinauf auf das Dach. Vorbei an Statuen und Bildern von allen m\u00f6glichen Mormonen-F\u00fchrern. Pr\u00e4sidenten, Apostel und sonstige Honoratioren. Am Dach ist ein gro\u00dfer Garten gepflanzt. Und es flie\u00dft Wasser, das dann als Wasserfall vor den Fenstern des Geb\u00e4udes runterf\u00e4llt.<\/p>\n<p>Dann m\u00fcssen wir abhauen, denn um 1100 geht das Shuttle. Wir kommen um 1102 dort an. Der Opa ist wirklich p\u00fcnktlich. Also gehen wir noch kurz in die gegen\u00fcber liegende Family History Library. Sofort am Eingang passen uns ein paar freundliche Leute ab und bringen uns in den Keller. Dort stehen Computer, mit denen man seine Ahnen suchen kann. Wir finden aber alle nichts und verabschieden uns bald, um das Shuttle nicht wieder zu verpassen.<\/p>\n<p>Die freundlichen Leute am Eingang sind ganz traurig, dass wir nichts gefunden haben und wir haben deshalb fast ein schlechtes Gewissen. Vielleicht h\u00e4tten wir uns doch etwas mehr M\u00fche geben sollen&#8230; Auf jeden Fall stellen wir fest, dass 100 % der Leute immer 100 % gut aufgelegt und freundlich sind (&#8220;Stur l\u00e4cheln und winken, M\u00e4nner!&#8221;).<\/p>\n<p>Das Shuttle f\u00e4hrt wieder p\u00fcnktlich ab und um 1140 sind wir am Campingplatz. Noch genug Zeit f\u00fcr ein Fr\u00fchst\u00fcck. Toni und Mura haben das schon erledigt. Es gibt Toast (der Toaster h\u00e4lt durch) mit geschmacksneutraler Wurst, die mit K\u00e4se gespickt ist. Hauptsache fett ist sie.<\/p>\n<p>Toni hat inzwischen die Zeit genutzt und seinem Paket mit Gewand und Festplatten, das er in South Carolina vergessen hat, hinterher telefoniert. Es ist n\u00e4mlich nicht hier angekommen. Das Motel hat es wie bereits gesagt an das Hotel in Orlando geschickt. Dort hat er seine Kreditkartennummer hinterlassen. Als das Paket dann dort ankam, hat es das Hotel wieder umgehend and das Motel zur\u00fcckgeschickt. Weil das Paket bar zu bezahlen gewesen w\u00e4re. Und das geht nicht mit Kreditkarte. Es ist also gerade am Weg nach South Carolina. Oder auch nicht. Oder es liegt bei der Post. Wir bleiben dran und halten euch auf dem Laufenden.<\/p>\n<p>Dann geht die Fahrt los. Zuerst zum gro\u00dfen Salzsee. Etwa eine halbe Stunde weg von der Stadt. Wir bleiben bei einem Marina stehen. Das sieht ziemlich inaktiv aus. Also wir zum See gehen, sehen wir warum. Von der K\u00fcste bis zum Wasser ist es etwa ein halber Kilometer. Das h\u00e4lt uns nat\u00fcrlich nicht ab. Wir marschieren \u00fcber Salzkristalle, tote V\u00f6gel und trockenen Schlamm. Wir sind uns nicht sicher, ob das Aroma vom Schlamm oder den toten V\u00f6geln stammt.<\/p>\n<p>Aber auch der Geruch h\u00e4lt uns auf dem Weg zur Weltherrschaft nicht auf und so erreichen wir das Wasser. Wir kosten es, ob es wirklich salzig ist. Es ist. Man stelle sich eine Tasse mit Wasser vor, in die man Salz mit einem vollen Salzstreuer gestreut hat, bei der ein witziger Zeitgenosse den Verschluss aufgedreht hat. So schmeckt es. Wenn man darin schwimmen geht, liegt man wahrscheinlich oben auf dem Wasser drauf. Wir testen es aber aus Zeitmangel nicht.<\/p>\n<p>Dann geht die Fahrt nach Moab los. Google Maps hat 4 Stunden vorausgesagt. Unser Navi meint 5 Stunden. Google hat gewonnen. Unterwegs gibt es einen Fahrerwechsel und weil wir schon mal bei der Tankstelle gestanden sind, haben wir getankt, auch wenn der Tank noch 1\/4 voll war. Die n\u00e4chsten 2 Stunden kommen wir an keiner Tankstelle mehr vorbei und sind ganz froh \u00fcber die Entscheidung.<\/p>\n<p>Am Campingplatz gibt es recht stabiles Funk-Internet. Ausserdem einen k\u00fchlen Swimmingpool, was bei den in diesen Breiten herrschenden Temperaturen von Vorteil ist. Im ganzen Campingplatz laufen kleine Hasen herum. Diese beobachten uns immer t\u00fcckisch aus dem Hinterhalt, sodass wir schon mehr Angst haben als in Yellowstone vor den B\u00e4ren. Denn einem Killerkaninchen sind wir hilflos ausgeliefert, weil wir keine heilige Handgranate haben. Vielleicht h\u00e4tten die Mormonen eine f\u00fcr uns gehabt&#8230;<\/p>\n<p>Feuer darf man nur mit Kohlen und nicht mit Holz heizen. Als wir den Griller anzheizen, kommt sofort ein Golfwagerl mit einem Kontrollor, ob wir auch kein Holz verheizen. Am Abend gibt es ein Grillfest (es wird fest gegrillt). W\u00fcstel und T-Bone-Steaks.<\/p>\n<p>Da die Spammer unseren Blog schon entdeckt haben (wir h\u00e4tten nicht so viel Spam essen sollen), muss man jetzt f\u00fcrs Kommentieren einen Captcha eintippen, also eine Buchstabenkombination von einem Bild abtippen. Wir hoffen, dass deshalb nicht weniger kommentiert wird.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auf diesem Campingplatz ist Checkout erst um 1200, also k\u00f6nnen wir uns noch Salt Lake City anschauen. Nat\u00fcrlich ist nur ICBeter rechtzeitig wach, um das Gratis-Shuttle um 1010 zu erreichen. 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