{"id":701,"date":"2011-11-11T05:44:53","date_gmt":"2011-11-11T04:44:53","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.icb.at\/?p=701"},"modified":"2011-11-12T00:23:16","modified_gmt":"2011-11-11T23:23:16","slug":"tag-8-%e2%80%93-bay-of-islands","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.icb.at\/?p=701","title":{"rendered":"Tag 8 \u2013 Bay of Islands"},"content":{"rendered":"<p>Die erste Nacht im neuen Heim haben alle gut \u00fcberstanden. Alle haben brav durchgeschlafen, bis einer aufgestanden ist und das Indoor-Klo getestet hat. Das war aber die einzige St\u00f6rung der Nachtruhe. Um 0700 l\u00e4utet der Wecker, weil heute ist wieder ein dichtes Programm zu absolvieren.<\/p>\n<p>Weil wir gestern \u00fcber vier Stunden Verz\u00f6gerung gebaut haben, m\u00fcssen wir das geplante Besichtigungsprogramm heute machen. Und das ist Waipoua Forest anschauen. Das ist ein Wald mit vielen riesigen Kauri-B\u00e4umen. Einer davon soll \u00fcber 2000 Jahre alt sein. Vor dem Besichtigen kommt aber das Fr\u00fchst\u00fcck.<\/p>\n<p>Aufgrund des suboptimalen Wetters (Nebel und Nieselregen) k\u00f6nnen wir nicht drau\u00dfen fr\u00fchst\u00fccken, sondern m\u00fcssen das im WM erledigen. Es gibt Toast mit Spam (eh klar), Eiern und verschiedenes Wurstzeug. Frodo toastet brav seine erste komplette Packung Toastbrot. Mura macht sich ans Eierkochen und stellt fest, dass 10 Minuten zu wenig f\u00fcr harte Eier sind. Da muss noch optimiert werden.<\/p>\n<p>Nach dem Duschen geht jeder nochmal aufs Klo und dann reiten wir wieder mal los. Das Navi f\u00fchrt uns direkt zum Visitor Center des Waipoua Forest. Daf\u00fcr m\u00fcssen wir die letzten drei Kilometer \u00fcber eine Schotterstra\u00dfe fahren. Was wir eigentlich nicht d\u00fcrfen. Beim Visitor Center sagen sie uns, dass wir die Schotterstra\u00dfe zur\u00fcck fahren m\u00fcssen und nur die Stra\u00dfe ein paar Kilometer weiter, dann sind wir bei den Kauri Walks, die wir suchen.<\/p>\n<p>Also wieder zur\u00fcck und zum Parkplatz. Beim Einstieg und Ausstieg aus dem Pfad muss man seine Schuhe mit Desinfektionsmittel reinigen \u2013 damit man die B\u00e4ume nicht kaputt macht. Au\u00dferdem darf man nicht auf die Wurzeln der B\u00e4ume steigen, dann gehen sie auch kaputt. Es w\u00e4re schade, wenn nach 2000 Jahren einer auf die Wurzel steigt und der Baum f\u00e4llt um.<\/p>\n<div id=\"attachment_723\" style=\"width: 210px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/blog.icb.at\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/DSC_4609.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-723\" class=\"size-medium wp-image-723\" title=\"Tami, Mura, Georgi, Toni und Baum. Gemeinsam ca. 2100 Jahre alt.\" src=\"http:\/\/blog.icb.at\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/DSC_4609-200x300.jpg\" alt=\"Tami, Mura, Georgi, Toni und Baum. Gemeinsam ca. 2100 Jahre alt.\" width=\"200\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/blog.icb.at\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/DSC_4609-200x300.jpg 200w, https:\/\/blog.icb.at\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/DSC_4609.jpg 683w\" sizes=\"auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-723\" class=\"wp-caption-text\">Tami, Mura, Georgi, Toni und Baum. Gemeinsam ca. 2100 Jahre alt.<\/p><\/div>\n<p>Wir sehen uns also den alten Baum und ein paar weitere an und treten den R\u00fcckzug an. Der Regen hat inzwischen fast aufgeh\u00f6rt. Danach geht es zum n\u00e4chsten Ziel, Bay of Islands. Wie wir erfahren, heisst diese so, weil es dort so viele Inseln gibt. 144 an der Zahl. Obwohl es rege Diskussionen gibt, ob es nicht nur 143 sind, weil eine Insel per Definition mind. 2 Meter \u00fcber Flutlevel hoch sein muss, und eine der 144 durch Erosion auf 1,98 m abgeflacht ist. Wir werden die Diskussion auch in Zukunft im Internet verfolgen.<\/p>\n<p>Der Zielort heisst Paihia, dort m\u00fcssen wir uns bis 1645 am Hafen einfinden, denn wir haben eine Schifffahrt gebucht. Diese geht \u00fcber Nacht, sodass wir heute keinen Blog posten k\u00f6nnen. Bitte geduldet euch also bis morgen, danke \ud83d\ude42 Wir treffen sogar ca. 90 Minuten zu fr\u00fch ein, also suchen wir uns noch ein sch\u00f6nes Lokal zum Mittagessen. Mittagessen liegt hier aber scheinbar nicht so im Trend, denn alle Lokale \u00f6ffnen erst um 1730 oder sp\u00e4ter. Also gehen wir zum Grei\u00dflerladen und kaufen uns etwas, das wir in der Mikrowelle machen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Auf dem Weg zur\u00fcck zum WM finden wir dann ein sch\u00f6nes, offenes Lokal. Jetzt haben wir aber schon eingekauft. Beim WM bemerken wir dann, dass die Mikrowelle nur funktioniert, wenn wir am Strom angeschlossen sind. Das sind wir nicht. Gott sei Dank haben wir Gas und k\u00f6nnen die Mikrowellen-Sache am Gasherd kochen. Wieder eine schwere Krise \u00fcberstanden.<\/p>\n<p>Dann gibt es nochmal Hektik, weil wir alles f\u00fcrs \u00dcbernachten einpacken m\u00fcssen und rechtzeitig dort sein m\u00fcssen. Wir schaffen es aber locker und finden auch gleich den Treffpunkt. Dort warten schon ca. 15 andere Leute. Jeder bekommt eine Schwimmweste und schon werden wir mit einem kleinen Boot auf das gro\u00dfe Boot geschifft. Das ist eine umgebaute alte Autof\u00e4hre, wo unten ein gro\u00dfer Bar- und Aufenthaltsbereich ist und im 1. Stock Zimmer mit jeweils 3 Stockbetten. Eines dieser Zimmer beziehen wir. Wir haben dort auf jeden Fall mehr Platz als im WM.<\/p>\n<p>Dann geht die Fahrt los. Wir fahren in eine Bucht, wo es viele Fische gibt, denn das Abendessen muss erst einmal gefangen werden. Vorher gibt es aber noch einen kleinen Wettbewerb, damit die Fahrt nicht langweilig wird. Man muss mit einer Paintballwaffe auf eine Plastikente schie\u00dfen, die hinten nachgezogen wird. Jeder hat 3 Schuss und am Ende gibt es genau 0 Treffer. Auch wir versagen alle kl\u00e4glich. Ein R\u00fcckschlag auf dem Weg zur Weltherrschaft&#8230;<\/p>\n<div id=\"attachment_724\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/blog.icb.at\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/DSC_4402.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-724\" class=\"size-medium wp-image-724\" title=\"Schiffsbillard\" src=\"http:\/\/blog.icb.at\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/DSC_4402-300x199.jpg\" alt=\"Schiffsbillard\" width=\"300\" height=\"199\" srcset=\"https:\/\/blog.icb.at\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/DSC_4402-300x199.jpg 300w, https:\/\/blog.icb.at\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/DSC_4402-451x300.jpg 451w, https:\/\/blog.icb.at\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/DSC_4402.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-724\" class=\"wp-caption-text\">Schiffsbillard<\/p><\/div>\n<p>Es gibt auf dem Schiff auch einen Billardtisch. Um uns die Zeit auf der Fahrt zu vertreiben, spielen wir mal eine Partie. Manchmal bewegen sich die Kugeln halt ganz von alleine, auch wenn man nichts macht. Und so manche Kugel l\u00e4uft auch um die Kurve. Das muss man aber einfach einkalkulieren in die Sto\u00dfrichtung. Den Wellengang beobachten und die Richtungs\u00e4nderungen der Kugeln mit einberechnen.<\/p>\n<p>Nachdem wir angekommen sind, wird gefischt. Jeder bekommt eine Angel und K\u00f6der und kann sein Gl\u00fcck versuchen. Wenn die Fische aber kleiner als 26 cm sind, m\u00fcssen sie wieder zur\u00fcckgeworfen werden. Diese Erfahrung muss gleich mal Tonittt machen, der den m\u00fchsam gefangenen Fisch wieder frei lassen muss. Tami ereilt das gleiche Schicksal, er f\u00e4ngt danach aber wenigstens etwas Seegras. Mura und ICBeter f\u00fcttern die Fische \u00fcberhaupt nur mit dem K\u00f6der. Aber Georgi rettet die Ehre der ICB-Taskforce damit, dass er einen Fisch mit legaler Gr\u00f6\u00dfe f\u00e4ngt. Damit haben wir den schweren R\u00fcckenschlag beim Schie\u00dfen wieder wettgemacht.<\/p>\n<p>Die Fische die wir fangen heissen \u00fcbrigens Snapper. Wir nennen den von Georgi gefangenen und danach aufgegessenen Fisch daher Snappy. Eine Blondine aus S\u00fcdafrika f\u00e4ngt eine kleine Seegurke&#8230; immerhin. Irgendwann sind dann genug Fische da und das Grillen geht los. Zur Sicherheit haben sie auch noch Steaks gemacht, damit niemand hungern muss, falls beim Fischen alle versagen sollten.<\/p>\n<p>Beim Essen erfahren wir, dass wir die ersten \u00d6sterreicher sind, die diese Tour mitmachen. Au\u00dferdem ist Tami anscheinend der erste Ungar, der \u00fcberhaupt jemals in dieser Gegend gesichtet wurde. Wir sind hier also alles Exoten. Neben uns sind noch Leute aus England, Deutschland, Holland, Australien und Neuseel\u00e4nder an Board. Nach dem Essen steht Nacht-Kayaking auf dem Programm. Jeder wird in ein Kajak gesetzt und bekommt ein Paddel in die Hand gedr\u00fcckt. Vorher wurde noch erkl\u00e4rt, was man mit diesem Paddel machen muss&#8230; paddeln n\u00e4mlich.<\/p>\n<div id=\"attachment_725\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/blog.icb.at\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/DSC_4428.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-725\" class=\"size-medium wp-image-725\" title=\"Tonittt auf n\u00e4chtlicher Mission\" src=\"http:\/\/blog.icb.at\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/DSC_4428-300x199.jpg\" alt=\"Tonittt auf n\u00e4chtlicher Mission\" width=\"300\" height=\"199\" srcset=\"https:\/\/blog.icb.at\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/DSC_4428-300x199.jpg 300w, https:\/\/blog.icb.at\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/DSC_4428-451x300.jpg 451w, https:\/\/blog.icb.at\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/DSC_4428.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-725\" class=\"wp-caption-text\">Tonittt auf n\u00e4chtlicher Mission<\/p><\/div>\n<p>Wenn man mit der Hand im Wasser r\u00fchrt, dann f\u00e4ngt es zu leuchten an. Unsere erste Vermutung, dass das Meerwasser aus Fukushima schon hier ist, stellt sich als falsch heraus. Es ist Bioluminiszenz. Irgendwelche Bakterien, die leuchten wenn sie bewegt werden. Dann geht es wieder zur\u00fcck aufs Boot. Der Rest des Abends vergeht vor dem Holzkamin mit Bier in der Hand. Kurz vor Mitternacht wird der Stromgenerator ausgeschaltet und wir traben alle auf unsere Zimmer, wo uns die Wellen sanft in den Schlaf wiegen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die erste Nacht im neuen Heim haben alle gut \u00fcberstanden. Alle haben brav durchgeschlafen, bis einer aufgestanden ist und das Indoor-Klo getestet hat. Das war aber die einzige St\u00f6rung der Nachtruhe. 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