{"id":784,"date":"2011-11-17T12:45:11","date_gmt":"2011-11-17T11:45:11","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.icb.at\/?p=784"},"modified":"2011-11-17T12:45:11","modified_gmt":"2011-11-17T11:45:11","slug":"tag-16-%e2%80%93-tongariro-alpine-crossing","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.icb.at\/?p=784","title":{"rendered":"Tag 16 \u2013 Tongariro Alpine Crossing"},"content":{"rendered":"<p>Danke f\u00fcr die Vorschl\u00e4ge zum Namen f\u00fcr unseren Kiwi. Unter allen wurde der Vorschlag von Michael ausgew\u00e4hlt: Unser Kiwi heisst jetzt offiziell Kiwi.<\/p>\n<p>F\u00fcr ICBeter, Tonittt und Tami war heute um 0600 Tagwache. Sie werden den Tongariro Alpine Crossing (kurz: Tongariro Crossing) gehen. Das ist der bekannteste Bergwanderweg Neuseelands und die Hauptherausforderung dieser Tour. Mura und Georgi schlafen weiter, denn sie werden heute das Wohnmobil h\u00fcten. Zuerst eine schnelle Morgendusche bei ca. 5\u00b0 im Waschraum. Da heisst es die Wassertemperatur an die obere Ertr\u00e4glichkeitsgrenze einstellen und schnell drunterstellen. Das Hei\u00dfwasser beim Abtrocknen daneben weiter rinnen zu lassen, bringt auch ein paar Grad Erw\u00e4rmung.<\/p>\n<p>Danach geht es zur Rezeption, dort steht ein Mitarbeiter der Busfirma, die die Leute vom Campingplatz zum Startpunkt des Tongariro Crossing bringt. Er wird die aktuelle Wettervorhersage bekanntgeben und uns sagen, ob die Tour stattfinden wird oder nicht. Wir haben gestern schon zwei Deutsche kennengelernt, die die Tour heute auch gehen wollen. Sie meinten sie gehen nur, wenn die Vorhersage gut ist.<\/p>\n<p>Der Typ wartet schon dort und sagt, dass heftige Winde erwartet werden, die bis zu 80 km\/h erreichen k\u00f6nnen. Das w\u00e4re nicht so schlimm, aber schelle Winde k\u00f6nnen schnell Regenwolken bringen. Die Abfahrten um 7 und 8 werden aber voraussichtlich durchgef\u00fchrt, die um 9 aber sicher nicht. Genaue Infos gibt es dann, wenn es losgehen soll.<\/p>\n<p>Es g\u00e4be ja noch andere, k\u00fcrzere Touren als den 19 km langen und 800 H\u00f6henmeter \u00fcberwindenden Tongariro Crossing, aber es ist nat\u00fcrlich klar, dass sich mit so einem Spaziergang nie und nimmer die Weltherrschaft erringen l\u00e4sst.<\/p>\n<p>Danach gibt es erst mal ein Fr\u00fchst\u00fcck, denn wir brauchen Kraft. In der K\u00fcche sind schon ein paar andere Tongariocrosser. Ein paar davon benutzen gleich mal unseren Frodo f\u00fcr ihre Toastbrote. Wahrscheinlich haben die alle unseren Blog gelesen und wollen jetzt Toast von Frodo. In der Hektik des Aufbruches vergessen die drei Frodo gleich mal in der K\u00fcche, aber Mura und Georgi finden ihn bei ihrem Fr\u00fchst\u00fcck wieder und bringen ihn dann wieder heim.<\/p>\n<p>Nach dem Essen wird alles f\u00fcr den Marsch hergerichtet. Es wird alles angezogen, was geht und ein paar Jausenbrote eingepackt. Dann kommt der Busfahrer vorbei und zeigt uns \u201eDaumen-nach-oben\u201c, dass alles klar geht und der Marsch sattfinden kann. Wir marschieren zur Rezeption und steigen in den Bus. Wir bekommen einen Zettel, mit dem wir nach der Wanderung den Bus bezahlen m\u00fcssen. Das beweist, dass sie sehr zuversichtlich sind, dass wir \u00fcberleben.<\/p>\n<div id=\"attachment_788\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/blog.icb.at\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/DSC_5311.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-788\" class=\"size-medium wp-image-788\" title=\"Da sind sie noch guter Dinge\" src=\"http:\/\/blog.icb.at\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/DSC_5311-300x200.jpg\" alt=\"Da sind sie noch guter Dinge\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/blog.icb.at\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/DSC_5311-300x200.jpg 300w, https:\/\/blog.icb.at\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/DSC_5311-449x300.jpg 449w, https:\/\/blog.icb.at\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/DSC_5311.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-788\" class=\"wp-caption-text\">Da sind sie noch guter Dinge<\/p><\/div>\n<p>Etwa eine halbe Stunde dauert die Fahrt und danach machen wir uns auf den Weg. Am Anfang geht es noch flach mit ganz leichten Steigungen. Das reicht gerade, dass wir eine Schicht ausziehen m\u00fcssen. Nach etwa einer Stunde erreichen wir Soda Springs. Das ist der Beginn des Anstieges. Dort campiert eine Schulklasse, die anscheinend auch den Weg gehen will.<\/p>\n<p>Der Anstieg ist teilweise mit Stufen ausgebaut, weil er so steil ist. Obwohl es sehr kalt ist, kann man ohne dicke Jacke hinaufgehen ohne dass man friert. Am Ende des Anstieges beginnt dann der angek\u00fcndigte Wind. Da hei\u00dft es Jacken, M\u00fctzen und Handschuhe anziehen. Wir sehen eine Infotafel, wo das richtige Verhalten bei einem Vulkanausbruch beschrieben wird. Genau an der Stelle ist 1975 ein pyroplastischer Strom entlang geflossen.<\/p>\n<p>Damit das hier gleich alle wissen: Wenn man auf dem Vulkan ist w\u00e4hrend er ausbricht, soll man so schnell wie m\u00f6glich wieder hinunter. Und zwar Laufen&#8230; Wir merken uns das, da wir mit gewisser Wahrscheinlichkeit damit rechnen, das genau das passieren wird. Nach der \u00dcberschwemmung in Bangkok w\u00e4re das der n\u00e4chste logische Katastrophen-Schritt. Vorerst gehen wir aber weiter.<\/p>\n<div id=\"attachment_789\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/blog.icb.at\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/DSC_5394.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-789\" class=\"size-medium wp-image-789\" title=\"Kiwi vor Mt. Doom\" src=\"http:\/\/blog.icb.at\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/DSC_5394-300x200.jpg\" alt=\"Kiwi vor Mt. Doom\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/blog.icb.at\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/DSC_5394-300x200.jpg 300w, https:\/\/blog.icb.at\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/DSC_5394-449x300.jpg 449w, https:\/\/blog.icb.at\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/DSC_5394.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-789\" class=\"wp-caption-text\">Kiwi vor Mt. Doom<\/p><\/div>\n<p>Nach dem Anstieg folgt eine l\u00e4ngere flache Wegstrecke. Das haben sie sich gut ausgedacht, damit sich die Wanderer erholen k\u00f6nnen. Der Weg f\u00fchrt vorbei an Mount Doom, wo die Hobbits den einen Ring vernichtet haben. Zur Verwirrung der Touristen wird er Berg hier Mount Ngauruhoe genannt.<\/p>\n<p>Die Erholung dauert aber nicht lange, bald folgt der zweite Anstieg. Dort steigt auch die Windgeschwindigkeit. Die angek\u00fcndigten 80 km\/h werden stellenweise schon knapp erreicht. Au\u00dferdem ziehen Nebel und Wolken auf. Ob wir heute noch nass werden werden, werden wir sehen. Spannend wird\u2019s auf jeden Fall. Noch ist es aber nur kalt und windig und nicht nass.<\/p>\n<p>Nach insgesamt 3 Stunden Marsch \u00fcber Stock und Stein und auch Schnee haben wir dann Red Crater erreicht. Das ist mit 1886 m der h\u00f6chste Punkt des Tongariro Alpine Crossing. Das ist auch der Point of no return. Wer hier dr\u00fcber ist, kann nicht mehr umdrehen und muss den ganzen Weg fertig gehen. Au\u00dferdem k\u00f6nnen wir uns ab hier etwas l\u00e4nger Zeit lassen, weil die Wettervorhersage f\u00fcr den kommenden Teil des Weges besser ist.<\/p>\n<div id=\"attachment_790\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/blog.icb.at\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/DSC_5474.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-790\" class=\"size-medium wp-image-790\" title=\"Jausepause\" src=\"http:\/\/blog.icb.at\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/DSC_5474-300x200.jpg\" alt=\"Jausepause\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/blog.icb.at\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/DSC_5474-300x200.jpg 300w, https:\/\/blog.icb.at\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/DSC_5474-449x300.jpg 449w, https:\/\/blog.icb.at\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/DSC_5474.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-790\" class=\"wp-caption-text\">Jausepause<\/p><\/div>\n<p>Bei den Emerald Lakes machen wir so wie viele andere Futterpause. Wir suchen uns ein freies Platzerl. Am Tongariro Crossing ist man n\u00e4mlich nie allein. Im Fr\u00fchling und Sommer gehen bis zu 700 Wanderer pro Tag diesen Weg. Wir treffen unsere deutschen Freunde wieder, die gerade mit dem Essen fertig geworden sind. Wir packen unsere Brote aus und futtern alles weg, damit wir es nicht weiter tragen m\u00fcssen. Zeitweise zieht leckerer Schwefelgeruch zu uns her\u00fcber, der irgendwo aus dem Vulkan entweicht.<\/p>\n<p>Bergab geht es flott, vor allem der erste Weg, der steil berab geht und aus lockerem Erdreich besteht. 30 cm Schritt nach vorne und noch weitere 15 cm gerutscht. Danach geht es noch ein paar Stunden bergab, es bleibt k\u00fchl aber trocken. Irgendwann geht es um die Kurve und man sieht den Parkplatz, der das Ende des Weges ist. Dort sitzen schon viele Wanderer und warten darauf, abgeholt zu werden. Wir setzen uns auch hin und beobachten die Wanderer, die um die Kurve biegen. Alle machen ein gl\u00fcckliches Gesicht, als sie den Parkplatz sehen. Der beliebteste Parkplatz im Umkreis von 1000 km&#8230;<\/p>\n<p>Wir sind nur etwas mehr als 6 Stunden unterwegs gewesen. Wir erwischen daher das erste Shuttle um 1500 zur\u00fcck zum Campingplatz. Als wir dort aussteigen regnet es. Wir sind also doch nass geworden.<\/p>\n<p>Da wir die Checkoutzeit am Campingplatz schon um etliche Stunden \u00fcberschritten haben, hauen wir jetzt lieber ab. N\u00e4chstes Ziel ist Wanganui. Wer das nicht aussprechen kann, tut es am besten einfach nicht. Zuerst muss aber dringend eingekauft werden. Ein Countdown-Supermarkt ist schnell gefunden. Inzwischen haben wir schon viel Routine beim Einkaufen. Und mit \u00fcber 300 $ stellen wir auch einen neuen Rekord auf.<\/p>\n<p>Wenn Alkohol gekauft wird, muss die Kassiererin immer den Manager rufen. Der muss zur Kassa kommen, schauen ob alle in der Gruppe \u00fcber 18 sind und dann einen Geheimcode in die Kassa tippen. Erst dann erscheint das Bier auf der Rechnung. Billigeres Benzin bekommen wir mit unserem Einkauf diesmal auch wieder, aber nur 4 Cent pro Liter. Wo sind die guten alten Zeiten, als wir noch 25 Cent f\u00fcr einen 200-$-Einkauf bekommen haben.<\/p>\n<div id=\"attachment_791\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/blog.icb.at\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/DSC_5533.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-791\" class=\"size-medium wp-image-791\" title=\"Grillen f\u00fcr Vegetarier - oder doch nicht?\" src=\"http:\/\/blog.icb.at\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/DSC_5533-300x200.jpg\" alt=\"Grillen f\u00fcr Vegetarier - oder doch nicht?\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/blog.icb.at\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/DSC_5533-300x200.jpg 300w, https:\/\/blog.icb.at\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/DSC_5533-449x300.jpg 449w, https:\/\/blog.icb.at\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/DSC_5533.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-791\" class=\"wp-caption-text\">Grillen f\u00fcr Vegetarier - oder doch nicht?<\/p><\/div>\n<p>Schlie\u00dflich geht es zum Campingplatz. Es ist ein sehr sch\u00f6ner Top-10-Campingplatz, der viele Gr\u00fcnfl\u00e4chen hat. Zum Betreten der K\u00fcche au\u00dferhalb der \u00d6ffnungszeiten bekommt man einen Geheimcode, den man in die T\u00fcr eintippen muss. Heute ist wieder grillen angesagt und wir grillen sogar Gem\u00fcse und Pilze. Letztere sind ja wie wir in Wikipedia gelernt haben kein Gem\u00fcse, sondern Lebewesen. Wahrscheinlich d\u00fcrfen Vegetarier gar keine Pilze essen.<\/p>\n<p>Nach anf\u00e4nglichen Problemen, den Gasgriller in Gang zu setzen, geht es langsam los mit der Grillerei. ICBeter geht inzwischen zur\u00fcck zum Wohnmobil um den Blog vorzubereiten. Georgi schreibt ihm dann in Facebook, dass das Essen fertig ist. Daran sieht man, dass das WLAN hier vorz\u00fcglich funktioniert. Damit ist auch das Abendprogramm gesichert&#8230;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Danke f\u00fcr die Vorschl\u00e4ge zum Namen f\u00fcr unseren Kiwi. 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