Dia 0 – Chegada

Der große Tag ist endlich gekommen. Die Reise, die uns mit hoher Wahrscheinlichkeit endlich die Weltherrschaft einbringen wird, hat begonnen. Die dunklen Mächte haben zwar wieder einen untauglichen Versuch unternommen, uns Steine in den Weg zu legen, aber das hält uns nicht auf. So wurden z. B. Ausschreitungen in Lissabon angezettelt. Aber viel zu früh, denn auf der Hinreise steigen wir in Lissabon nur um. Aufenthalt dort haben wir erst auf der Heimreise.

Alle haben schon brav am Vortag begonnen zu packen, sodass heute kein Stress ausbricht. Auf den vergangenen Reisen hat es sich bewährt zur Verwirrung der dunklen Mächte getrennt anzureisen. Mura wird alleine von seinem Vater zum Flughafen geführt. Weil das sauteure Auto zu klein ist, um 3 Leute plus Gepäck aufzunehmen.

ICBeter holt Tami aus Ödenburg ab. Das ist jedesmal ein Abenteuer, denn Orban baut mit unseren EU-Geldern überall Autobahnen und Kreisverkehre. Das ist dann immer so einer, wo letztes Mal noch keiner war. Aber auch diese Hürde wird gemeistert. Auf der Rückfahrt wird das Auto an der Grenze nicht angehalten, weil direkt davor ein weißer Kastenwagen fährt. Der mutmaßliche Schlepper wird sofort rausgewunken. Wenn ihr was schmuggeln wollt, dann fahrt direkt nach einem Kastenwagen über die Grenze!

Bis auf einen Traktor, der die ICB-Taskforce nur unwesentlich aufhalten kann, gibt es bis Eisenstadt keine Komplikationen. Dort wird ICBeters Schwester eingeladen, denn sie muss das Auto vom Flughafen wieder nach hause bringen. Und das nur, weil es immer noch keine autonomen Autos gibt, die nicht in San Francisco Taxi fahren.

Die schlechte Nachricht ist, dass sich Mura etwas verspäten wird. Die gute Nachricht ist, dass sich der Abflug um noch mehr verspäten wird. Auf die TAP ist eben Verlass! Die sind auf unserer Seite. Weil bei der Suche nach der Weltherrschaft mit allen Tricks gearbeitet werden muss, hat ICBeter ein Ticket ohne Aufgabegepäck gekauft. Denn Mura und Tami können mit ihrem Businessclass-Ticket jeweils zwei Koffer mitnehmen.

A320
Rein in den Vogel.

Ganze 45 € gespart! In einem unbeobachteten Moment wird der Koffer Mura untergeschoben und die beiden stellen sich zum Checkin an. ICBeter hat schon daheim eingecheckt und geht schon mal zur Security, denn er kann sich nicht beim Priority Check anstellen, deshalb wird es länger dauern. Alle stellen sich bei den Checks rechts an, links steht keiner. Vermutlich denken alle, wenn dort keiner steht, geht es dort sicher nicht.

Das wird sofort überprüft und siehe da, dort ist offen und die Securityleute wundern sich, warum keiner zu ihnen kommt. Beim Prioritycheck steht auch nur einer vor Mura und Tami. Der hat aber geschätzte 28 Flascherl Flüssigkeit mit, die alle geprüft werden müssen. Also muss wie immer auf die Businessclass-Leute gewartet werden.

Da der Lifehack mit den Koffern so gut funktioniert hat, wird in der Lounge gleich der nächste versucht. Es gibt nämlich zwei Lounges gleich nebeneinander. In die eine können Tami und Mura mit ihren Tickets gehen, in die andere kann Mura mit seiner Kreditkarte mitsamt einem Gast gehen. Also wird ICBeter so in diese zweite Lounge geschleust. Wieder voll gespart! Wenn das so weiter geht, wird die Reise noch gratis…

Zu essen gibt es Hühnercurry mit Reis und noch solche Sachen. In der anderen Lounge gibt es Schnitzel. Das ist wichtig, denn das wird es jetzt fast 4 Wochen nicht mehr geben. Nach Erringung der Weltherrschaft werden wird Schnitzel überall verpflichtend einführen. Tami und Mura fressen sich daher damit voll.

A380
Nicht unser Flieger…

Eine Dreiviertelstunde vor dem verspäteten Abflug wird dann zum Gate gegangen. ICBeter stellt fest, dass er bereits seinen Boardingpass verloren hat. Wie gut, dass es die segensreiche Erfindung des elektronischen Boardingpasses gibt. Ob das funktionieren wird, wird sich herausstellen. Am Gate ist bereits die Hölle los. Der A320 ist voll.

Der Flug geht ohne besondere Zwischenfälle ab. Tami frisst sich noch durch das Businessclass-Essen. Dann landet der Vogel in Lissabon. Diesmal warten keine Leute vor dem Flieger und lotsen uns gleich in den nächsten Bus wie letztes Mal. Wir dürfen in den Terminal. Tami und Mura marschieren schnell zur Lounge. Nach vier Versuchen geht die Tür vom Aufzug zu und sie kommen dort an und fressen sich durch das Lounge-Essen. Schnitzel gibt es keines.

Verblüffenderweise pünktlich startet das Boarding in den Flieger nach Ponta Delgada. Der A321neo ist ebenfalls komplett voll. ICBeter sitzt in der letzten Reihe umringt von Italienerinnen. Tami frisst sich vorne durchs Businessclass-Essen und mit einer etwas holprigen Landung geht auch dieser Flug zu Ende. Der Nachteil davon, in der letzten Reihe zu sitzen ist, dass man am längsten braucht, wenn man vorne aussteigen muss. Der Vorteil ist, dass man am schnellsten draußen ist, wenn man auch hinten aussteigen kann.

Dann steht man auf dem Flugfeld und merkt, dass diesmal kein Bus da ist, wo man einsteigen kann. Man geht also einfach allen anderen Leuten nach, die den Weg zum Terminal zu Fuß finden. Nach der Wanderung heißt es aufs Gepäck warten. Damit haben wir in Portugal bis jetzt keine guten Erfahrungen gemacht. Aber die Koffer kommen alle an. Dass bis jetzt alles funktioniert hat, ist irgendwie verdächtig.

Dann geht es zum Autoverleih. Das Auto ist vorreserviert worden. Es ist ein Nissan Qashqai. Im Vergleich zum Raumschiff auf Hawai’i ist das ein besserer Mini. Es muss also wieder Tetris gespielt werden, um alle Koffer unterzubringen. Ins Navi wird dann ein Supermarkt eingetippt, der nach 1900 noch offen hat. Der wird mit einem kleinen Umweg auch gefunden.

Airport Lisboa
Lissabon Airport

Es werden Sachen fürs Abendessen und Frühstück eingekauft. Aber nicht zu viel, denn im Auto sind nur mehr wenige Kubikzentimeter Raum verfügbar. Die schlechte Nachricht ist, dass kein Spam gefunden wird. Das wird eine harte Prüfung morgen beim Frühstück. Dann geht es ab zum Quartier. Weit kann es ja nicht sein, denn so groß ist die Insel ja nicht.

Außerdem sind die Straßen sehr gut ausgebaut. Breite zweispurige Autobahnen. Zumindest rund um die Hauptstadt Ponta Delgada. Irgendwann verschwindet dann die Autobahn und es geht eine normale Straße weiter. Irgendwann wird die dann immer enger und kurvenreicher. Aber immerhin schön asphaltiert. Irgendwann ist es dann aus mit dem Asphalt und es kommt nur mehr Kopfsteinpflaster.

Die Befürchtung ist, dass irgendwann auch das aus sein wird und eine Dirt Road kommen wird. Das bewahrheitet sich aber nicht. Denn das Kopfsteinpflaster dauert nur einige Kilometer, dann ist die Straße wieder gut. Also eng und kurvenreich halt. Dass es schon stockfinster ist, ist nicht unbedingt ein Vorteil. Nach etwas über einer Stunde abenteuerlicher Fahrt kommt dann Povoacao. Der Ort, wo das Quartier ist.

Jetzt wissen wir, warum es so billig war. Für die Wanderungen wird diese Strecke noch ein paar mal gefahren werden müssen. Das Haus liegt in einer entlegenen Seitengasse. Mit einer Nummernkombination kommt man rein. Das Gepäck muss in den ersten Stock geschleppt werden. Dort gibt es dann aber zwei Zimmer, ein Wohnzimmer, eine Küche, Bad und dahinter einen Pool mit Hotpool. Die Temperatur ist aber sicherheitshalber nicht getestet worden. Aber wir sind zuversichtlich, dass das Wasser schön warm sein wird.

A321neo
Der Adler ist gelandet.

Die Küche wird gleich mit dem gekauften Abendessen eingeweiht. Dann kommt aber das wichtigste. Verbinden mit dem WLAN und testen der Internetverbindung. Wer ist noch nie schweißgebadet aus einem Albtraum erwacht, in dem er kein Internet hatte? Aber es funktioniert auf Anhieb. Auch ein Bluetooh-Lautsprecher, der so groß ist wie ein 10jähriges Kind, steht im Wohnzimmer.

Mit Blogschreiben und Internetsurfen wird der erfolgreiche Tag abgeschlossen und für beendet erklärt.

Standort: 37.74834, -25.24414

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