Dia 15 – Pocinho

Um 0730 sind wieder alle auf. Heute ist schon wieder der letzte komplette Urlaubstag auf Pico. Da es nur stark bewölkt ist und nicht regnet, herrscht perfektes Wetter. Das muss mit einer Wanderung ausgenutzt werden. Aber vor das Wandern wurde das Frühstück gestellt. Das ist ein Naturgesetz. Freddy IX. toastet brav alle Toasts.

Es wird a Wein sein…

Tami isst seinen Aufstrich, der aussieht wie Schuhcreme, auf. Butter ist noch bis Dezember vorhanden. So lange können wir aber nicht hier bleiben. Dann geht jeder nochmal in den Pool. Sogar Tami, der bis jetzt immer verweigert hat. Wärmer ist das Wasser nicht geworden. Aber wir wissen schon seit Madeira, dass Regen das Wasser nicht erhitzt.

Der Blick zum Pico zeigt, dass kein Pico da ist. Also herrscht wieder typisches Inselwetter. Oben Wolken und Nebel, an der Küste sonnig. Naja, bewölkt. Aber ohne Nebel. Also wird der hinterlistige Plan ausgeheckt, heute an der Küste zu wandern. Mura hat heute seinen Ruhetag, da gestern Wandertag war. Dass der wegen Regens ausgefallen ist, ist irrelevant.

Küste

Also machen sich diesmal Tami und ICBeter auf den Weg. Die Fahrt dauert nur ein paar Minuten, da der Startpunkt in der Nähe unseres Hauptquartiers ist. Der Weg geht Richtung Norden. Zuerst am Ufer entlang. Aber nicht über Stock und Stein, sondern über asphaltierte Straßen. Dann geht es einen Weinberg hinauf. Dort liegen die Weinstöcke grundsätzlich am Boden und rund herum ist eine Mauer gebaut. Scheint dort oft windig zu sein.

Mehr Küste

Danach geht es wieder an die Küste. Inzwischen fängt es zu nieseln an. Das zählt aber nicht als Regen. Trotzdem wird umgedreht, denn wir haben den halben Weg schon wieder absolviert. Bei der Hälfte umzudrehen hat sich bewährt. Bei der Hälfte der Hälfte hört es dann auf zu nieseln und die Sonne erschient. Also müssen alle Fotos vom Hinweg noch einmal gemacht werden.

Uns bleibt auch nichts erspart. Schließlich kommen wir wieder zum Auto. Das hat brav auf uns gewartet. Weil wir jetzt schon auf halbem Weg nach Madalena sind, wird dorthin weiter gefahren. Etwas außerhalb des Zentrums wird geparkt und zum Hafen marschiert. Dann durch kleine Gassen zum Kirchenplatz. Dort wird ein Souvenir-Shop entdeckt.

Noch mehr Küste

ICBeter muss noch ein T-Shirt kaufen. Im Shop in Ponta Delgada haben die 23 € gekostet. Hier gibt es sie um 10 €. Ja, im Einkauf werden die wohl 1,50 gekostet haben. Aber die in Ponta Delgada sicher auch. Außerdem fragt er das Mädchen an der Kassa, ob es Kalender gibt. Sie versteht das englische Wort „calendar“ aber nicht.

Wozu braucht man als Verkäuferin in einem Souvenir-Shop schon Englisch? Da verirrt sich doch sicher niemand her, der nicht Portugiesisch spricht. ICBeter schaut am Handy nach, was calendar auf Portugiesisch heißt. Calendario. Das versteht sie. Hat aber keinen. Also wird anderes Zeug gekauft. Noch eine kleine Fotorunde und es geht zurück zum Auto.

Auch Vaca ist an der Küste

Weil auf dem Weg nach Hause der Continente liegt, wird dort hingefahren. Wir waren schon lange nicht dort. Es werden aber nur zwei Sachen gekauft. Daher können wir erstmals den Self Checkout testen. Man kann sogar die Sprache einstellen. Zumindest dann, wenn man weiß, was „Sprache“ auf Portugiesisch heißt. Sogar Deutsch gibt es. Dann kann man den Startknopf drücken. Nachdem beide Barcodes eingescannt sind, muss man nur noch auf Fertig drücken.

Außerdem gab es noch Küste

Dann auf bezahlen. Dann Zahlungsmittel auswählen. Kreditkarte. Dann kann man die Kreditkarte auch schon ans Bezahlterminal halten. Schon kommt der Kassabon raus. Rausgehen kann man aber nicht so einfach. Dazu muss man zuerst einen QR-Code scannen. Auf den Azoren stehen sie auf QR-Codes. Ein kurzer Blick auf den Kassabon zeigt, dass dort einer drauf ist. Mit dem geht auch die Tür auf. Ein großer Schritt in Richtung Weltherrschaft!

Und zum Schluss Küste

Froh darüber, wie einfach uns die moderne Technik das Leben macht, verlassen wir zum letzten Mal den Continente und fahren nach Hause. Schnell wird noch ein Chips & Cola-Mittagessen eingeworfen. Dann muss der morgige Reisetag geplant werden. Die Tickets für die Fähre sind schon online gekauft worden. € 3,80 pro Person inklusive Gepäckabgabe.

Blick auf Fajal

Auch wird schon mal geschaut, was man außer Wandern auf Flores noch machen kann. Die Insel ist nämlich nochmal kleiner als Pico. So vergeht die Zeit bis zum Abendessen. Da heute keiner ins Restaurant gehen will, wird Pizza geholt. In Madalena gibt es eine Abhol-Pizzeria. Es gibt die Pizzas in 5 verschiedenen Größen: Xlarge, Large, Medium, Small und für eine Person.

Pizza medium

ICBeter nimmt Small, die anderen sicherheitshalber Medium. Die Angst, hungrig zu Bett gehen zu müssen, ist einfach zu groß. Tami und ICBeter fahren hin. Wir finden sogar ohne Navi zur Pizzeria. Das soll uns erst mal einer nachmachen. Wartezeit 45 Minuten. Also stürzen sich die beiden derweil ins Nachtleben von Madalena. Das bedeutet dort, dass man spazieren geht und die Auslagen der Geschäfte anschaut.

  • Heimische Flora

Das Essen ist pünktlich fertig. Auch heim wird ohne Navi gefunden. Die Angst, hungrig schlafen zu gehen, stellt sich als deutlich unbegründet heraus. Insgesamt eine halbe Pizza bleibt fürs Frühstück morgen noch übrig. Nachdem sich nach der Pizza-Schlacht keiner mehr rühren kann, wird der Tag für beendet erklärt.

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *