Dia 3 – Povoacao

Gestern abend, als die Alarmanlage in der Nachbarschaft losging, hat Mura den dummen Scherz gemacht, dass sie ab jetzt die ganze Nacht durchlaufen wird. Das war nicht der Fall. Nach etwa einer halben Stunde hat sie aufgehört. Für ein paar Minuten. Dann ist sie die ganze Nacht durchlaufen. Wir lassen euch gerne an der Geräuschkulisse teilhaben:

Wir wissen natürlich, dass daran die dunklen Mächte schuld sind, die uns an der Weltherrschaft hindern wollen. Mura hat in der Nacht sogar die Polizei angerufen. Die wissen eh schon bescheid, können aber nichts tun, weil sie die Besitzer nicht erreichen können. Wozu haben die eigentlich eine Spezialeinheit, die Türen sprengen und Fenster einschlagen kann?

Igreja de Nossa Senhora do Rosário

Für heute war Regen angekündigt. Das war keine Übertreibung. Es regnet. Nicht so Nieselregen wie vorgestern, sondern so richtig. Also wird ein Erholungstag eingelegt. Wir sind zwar nicht zum Spaß hier, aber was soll man machen? Zuerst kommt sowieso das Frühstück. Diesmal sind keine Eiskristalle im harten Ei, der Kühlschrank ist jetzt also optimal kalibriert. Ein großer Schritt in Richtung Weltherrschaft.

Da der Vollkorntoast, der schon in der Küche war, als wir gekommen sind, aufgebraucht ist, wird nun der Bimbo-Toast gegessen, den wir gekauft haben. Freddy VIII. toastet sie brav, wirft sie aber immer noch nicht aus. Vielleicht können wir ihm das in den nächsten Tagen noch beibringen. Dann steht erst mal Internet surfen und Fotos sichten auf dem Programm. Kurz vor 0900 passiert dann das Unfassbare: Die Alarmanlage hört auf zu heulen! Es geschehen noch Zeichen und Wunder!

Hauptplatz von Povoacao

Vielleicht ist es ja wegen dem guten Karma, weil wir gestern wieder und 20 % Trinkgeld im Restaurant gegeben haben. Jedenfalls hört es auch zu regnen auf. Die Bewölkung verheißt aber weiterhin nichts Gutes. Also wird die Homebase erst einmal nicht verlassen. Es warten auch im Haus spannende Projekte auf uns. Nachdem gleich am Abend der Ankunft die Uhrzeit an der Mikrowelle korrigiert wurde, wurde festgestellt, dass auch die Gegensprechanlage die falsche Zeit hat.

Sogar das falsche Datum. Das geht natürlich gar nicht. Wir schauen zwar nie auf die Anzeige der Gegensprechanlage, aber wir würden immer wissen, dass sie die falsche Zeit zeigt. Und das ist schlimmer, als eine Nacht mit einer Alarmanlage. Nach der Umstellung stellen wir fest, dass die Videos der letzten Besucher gespeichert sind, die unten angeläutet haben. Das ist eine nette Unterhaltung für einen regnerischen Tag.

Fundstück am Hafen

Kurz nach Mittag hört es dann zu wieder mal zu Regnen auf. Für 1300 sind 5 % Regenwahrscheinlichkeit angegeben. Grund genug, sich aus dem Haus zu wagen. Natürlich nur für ICBeter und Tami. Es wird die Umgebung ausgekundschaftet. Zuerst die Kirche, die gleich nebenan ist. Es ist eine Kirche mit vielen Seitenaltären, die komplett abfotografiert wird. Wenn sie einmal einstürzen sollte, können sie sie mit Hilfe unserer Fotos originalgetreu wieder aufbauen.

Nach dieser guten Tat geht es weiter Richtung Norden. Dort gibt es einen Bach und alte Häuser zum Fotografieren. Am Ende der Ortschaft geht es wieder Richtung Süden. Dort ist das Meer. Die schlauen Einheimischen haben genau dort den Hafen hingebaut. Da es heute windig ist, gibt es auch schöne Wellen. Keiner schwimmt aber darin. Also lassen wir das auch bleiben.

Brandung

Am Rückweg wird ein kleiner Weg entdeckt, der auf den Berg hinauf führt. Ob es sich auszahlt, rauf zu gehen ist schwer zu sagen. Aber auf dem Weg zur Weltherrschaft muss man etwas riskieren, also wird hinauf gestapft. Es ist ein betonierter Weg, der etwa Madeira-Steilheit aufweist. Und schön nass, damit der Grip der Schuhe getestet wird.

Aber lohnt sich, denn man hat einen Überblick über die Dächer von Povoacao. Und man kann unseren Hotpool von dort aus sehen. Wenn das kein Schritt in Richtung Weltherrschaft ist. Nun fängt es wieder zu tröpfeln an, was das Signal zum Rückzug ist. Die Zeit bis zum Abendessen wird im überdachten Teil der Pool-Terrasse verbracht. Es werden die nächsten Tage durchgeplant. Von Hawai’i wissen wir, dass bei nur einer Woche Zeit pro Insel alles generalstabsmäßig geplant werden muss. Wir sind ja keine Onchatcher.

Altbauwohnung mit punktuellem Sanierungsbedarf umständehalber abzugeben.

Dann wird es Zeit, dass ICBeter die Pools nutzt. Mura hat das schon vorbildlich erledigt. Tami verweigert wieder. So wird das nix mit der Weltherrschaft. Schließlich ist dann die Zeit gekommen. Für das Abendessen nämlich. Heute ist ein anderes Lokal dran. Am Hauptplatz gibt es genügend davon. Es werden wieder zwei Portionen Shrimps zur Vorspeise geordert.

Blick auf unser Dach

Tami und ICBeter testen den Tintenfisch, der vom Vermieter in diesem Lokal empfohlen wurde. Mura nimmt diesmal Fisch. Dabei führt er einen heroischen Kampf gegen die Gräten, den er aber gewinnen kann. Nach dem Essen wird noch geschaut, wo die Alarmanlage sein könnte, die letzte Nach so aktiv war. Damit wir mit einem Hammer herkommen können, wenn sie in der Nacht wieder los geht.

Wir haben uns über die Häuser gehaut

Da alle so früh aufgestanden sind, sind alle schon um 2200 müde und der Tag wird für beendet erklärt. Morgen kann auch länger geschlafen werden als ursprünglich geplant. Warum, das wird erst morgen verraten!

  • Heimische Flora

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