Wir mussten leider feststellen, dass das Quiz für unsere Blog-Leser vorgestern zu schwer war. Niemand hat eine Antwort geschrieben. Daher jetzt die Auflösung: Um das Bad zu verlassen, mussten wir den QR-Code scannen.
Langsam scheint der Jetlag nachzulassen. Erst kurz vor 0700 sind alle aufgestanden. Vielleicht liegt es auch am Schlafmangel aufgrund der Alarmanlage letzte Nacht. Die hat übrigens heute Nacht geschwiegen. Entweder ist sie gar nicht losgegangen, oder jemand anderer hatte die gleiche Idee mit dem Hammer wie wir. Zum Frühstück gibt es diesmal zusätzlich zum Schinken Muscheln in Essig und Öl. Denn abwechselungsreiche Ernährung ist wichtig.

Der ursprüngliche Plan für heute war am Vormittag Wale Watching und am Nachmittag eine Fahrt mit einem Buggy. Gestern kam aber eine E-Mail mit einer guten und einer schlechten Nachricht. Die gute war, dass wir in der Früh keinen Stress haben werden, rechtzeitig zum Wale Watching zu kommen. Quizfrage an die Blog-Leser: Was war die schlechte Nachricht?

Also wird gemütlich in den Tag gestartet und auf dem Weg nach Fenais da Luz noch einige Viewpoints herausgesucht, die abgeklappert werden sollen. Die Route geht entlang der Ost- und Nordküste der Insel. Es gibt gut ausgebaute Viewpoints, die eigentlich fast kleine Erholungsparks sind, in denen es Tische, Bänke und Grillgelegenheiten gibt.

Weil wir wieder früh losgefahren sind, sind wir über eine Stunde zu früh in Fenais da Luz. Dort haben wir eine Tour mit einem Buggy gebucht. Weil wir vom Gewicht her 4 Personen sind, haben wir ein Viererbuggy bestellt. Wir finden den Treffpunkt, aber es ist viel zu früh. Also wird ein Lokal fürs Mittagessen gesucht.

Das erste Lokal, das im Handy gefunden wird, hat geschlossen. Das ist suboptimal. Aber aufgrund unserer reichen Erfahrung aus unzähligen Reisen wissen wir, dass man in so einem Fall ein anderes suchen kann. Uns kann halt niemand was vormachen. Die Fahrt dorthin geht über einspurige Dirtroads. Es kann einem aber eh keiner entgegen kommen, denn niemand kommt auf die verrückte Idee, diese Straßen zu nehmen. Die sind nur für Traktoren da, die zwischen den Feldern hin und her fahren.

In einer kleinen Seitengasse wird ein neues Lokal gefunden, das sogar offen hat. Offene Lokale sind bekanntlicherwiese die besten. In einer weiteren Seitengasse, die genau so breit ist wie zwei Autos und in der auf einer Seite Autos parken, finden wir einen Parkplatz. Im Lokal sind alle Tische frei. An den Wänden hängen 5 Hinweisschilder, dass es verboten ist, mit den Schuhen auf die Sessel und Bänke zu steigen.

Drei Überwachungskameras überprüfen das. Und das ganze in einem 20 m² großen Lokal. Es gibt den ganzen Tag lang Frühstück. Wir entscheiden uns aber für Sandwiches. Die Autos fahren etwa 10 cm vor der Türe vorbei. Beim Rausgehen ist also Vorsicht angebracht. Aber auch das wird gemeistert und so geht es – durch noch enger werdende Gassen – zurück zum Treffpunkt.
Außer uns machen nur noch zwei Frauen aus den USA die Tour mit. Der Guide fährt mit einem Quad voraus und wir folgen ihm. Es gibt mehrere Haltepunkte mit Sehenswürdigkeiten. So etwa ein Aquädukt aus dem 19. Jahrhundert. Es geht teilweise auf Straßen, teilweise auf unwegsamem Gelände dahin.

Dort, wo die Straße – oder besser der Weg – am schlimmsten war, kommt uns ein Auto entgegen. Kein Geländewagen. Kein normales Auto mit Allradantrieb. Sondern ein ganz normales Auto. Die Schlaglöcher sind hier teilweise so tief wie der Radius der Autoräder. Ob die jemals wieder runter gekommen sind, werden wir nie erfahren. Nach ein paar Aussichtspunkten gibt es dann beim Lago Azul 20 Minuten Pause.

Eine der Amerikanerinnen erzählt uns, dass sie die ersten 16 Jahre ihres Lebens in Bayern gelebt hat. Jetzt wohnt sie in Texas. Dann ist die Pause auch schon wieder um uns es geht weiter. Nun zieht Nebel auf und es gibt nichts mehr zu sehen. Aber es ist eh schon die Heimfahrt auf dem Programm. Bei der Küste angekommen wir nochmal ein Stopp eingelegt. Da soll ein Felsen sein, der wie ein Elefant aussieht. Mit ganz viel Phantasie kann man das auch erkennen.

Dann wird die Heimfahrt angetreten. Unterwegs wird noch ein Contiente Supermarkt gefunden. Aufmerksamen Blog-Lesern ist das ein Begriff. Dort wird allerhand eingekauft. Spam gibt es aber auch dort nicht. Gleich nach dem Eingang drängen sich die Leute bei den Spielzeug-Regalen. Heute gibt es 40 % auf alle Spielsachen.

Das Navi leitet uns dann zielsicher nach Hause. Dort werden erst einmal die Einkäufe verstaut und dann wird Essen gegangen. Wir nehmen das Lokal von vorgestern. Das war besser als das von gestern. Nicht zuletzt wegen den Frischetüchern, die einfacher zu öffnen sind als die in dem anderen Schuppen.
Weil es ein langer und anstrengender Tag war, wird er dann bald für beendet erklärt. Morgen ist wieder ein Wandertag angesagt. Mal sehen, wer diesmal alles dabei sein wird.
Hi! Antwort: Whale Watching leider ausgefallen. Was die Elefanten betrifft, sehe ich 2 Stück. Habe wohl eine überschäumende Phantasie. Und die Buggies sind echt cool, würd ich auch mal gerne damit fahren. Danke für Flora und Fauna!
Bravo, gewonnen! Aber es wird nachgeholt.