Um 0600 ist Tagwache, denn heute soll alles nachgeholt werden, das bis jetzt auf dieser Insel nicht gemacht werden konnte. Denn morgen ist der erste Urlaub bereits wieder zu Ende. Zum Glück haben wir so wie 2022 vier Urlaube hintereinander. Mura hütet aber zur Sicherheit das Haus. Zum Frühstück ist er aber pünktlich auf. Wir haben uns damit abgefunden, dass Freddy VIII. uns die fertigen Toasts nicht geben will. Da ist er wie ein Hund beim apportieren.

Als wir die zweite Bimbo-Toast-Packung gekauft haben, haben wir übersehen, dass die Scheiben fast doppelt so dick sind wie normal. Aber auch der dicke Bimbo schmeckt und er passt in den Toaster. Was wir nicht vermissen werden, sind die Messer in der Küche. Die schneiden nur Butter. Wenn sie warm ist. Für Mura beginnt das Frühstück aber mit einer Krise, da zu wenig Eier für eine Eierspeis da sind.

Dafür gibt es für noch mindestens eine Woche Käse. Und Marmelade. Und Konserven – die kann man aber auf die nächste Insel mitnehmen. Dann starten Tami und ICBeter das Tagesprgramm. Erste Station ist Furnas. Da muss man sowieso immer durch, wenn man von Povoacao irgendwo hin fährt. Dort haben wir schon das Bad mit den heißen Quellen ausprobiert.

Aber die Caldera, das ist dort, wo heißes Wasser und Dampf aus dem Boden kommen, fehlen uns noch. Es ist ein schöner Park rund um die dampfenden Löcher angelegt worden. Fazit: Es blubbert und stinkt. Aber nicht nach Schwefel. Mehr so würzig. Eigentlich erinnert der Geruch an das Essen gestern. Dann geht es weiter. Das nächste Ziel ist Ponta Delgada.

Unterwegs kommen wir wieder bei der Teeplantage vorbei. Diesmal will Tami ein schnelles Foto von den Teestauden machen. Also bleiben wir dort stehen. Dann sehen wir, dass die Tür offen ist und Touristen ein und aus gehen. Also rein geschaut. Drin ist ein Tee-Museum mit verschiedenen historischen Maschinen.

Das kann gratis besichtigt werden. Zum Schluss ist ein Giftshop. Das erinnert uns an irgend etwas. Weiter geht es in die Hauptstadt. Wir parken dort, wo ChatGPT gemeint hat, dass am besten parkt, um am nächsten bei allen Attraktionen in der Altstadt zu sein. Wir haben Glück, dass dort gerade ein Parkplatz frei wird. Mit dreimal rein schieben wird der Parkplatz souverän gesichert.

Beim Parkautomaten werden zwei Stunden zu je 60 Cent bezahlt. Das kostet in Eisenstadt das gleiche. Für die halbe Stunde. Dann wird ein Markt, der in einer ehemaligen Tiefgarage ist, angeschaut. Ist aber wenig spektakulär. Wenn ihr aber mal in Ponta Delgada seid und unbedingt eine Ananas kaufen wollt, seid ihr hier richtig.

Dann geht es weiter zur St. Peters-Kirche. Die ist aber kleiner als die in Rom. Aber nicht minder prunkvoll ausgestattet. Weiter geht es zum Hafen und zum Hauptplatz mit dem alten Stadttor und der St. Sebastian-Kirche. Dann noch zum alten Fort, das jetzt das Militärmuseum ist. Wir sind aber nicht rein gegangen.

Danach kommt ein weiterer wichtiger Termin: Das Kaufen von Andenken und Ansichtskarten. Dabei haben wir auch das neue Maskottchen ausgesucht. Rund zwei Drittel aller in Giftshops angebotenen Stofftiere sind Kühe. Kühe sind hier scheinbar so wie in Indien heilige Tiere. Also kaufen wir eine Kuh. Sie heißt Vaca, weil das auf Portugiesisch Kuh heißt.

Sodann geht es wieder zum Auto. Weil es nur mehr 20 Minuten Fahrt ist, wird noch einmal zu dem Aussichtspunkt gefahren, der nur im Nebel gesehen wurde. Heute gibt es dort Nebel, Wind und Regen. Das ist nicht unbedingt ein Verbesserung. Die letzte Chance auf eine Wanderung ist dann noch der Lago da Fogo. Der Weg endet direkt beim See, man muss also nicht hunderte Meter nach unten schauen.
Da macht dann auch ein wenig Nebel nichts aus. Die Anfahrt ist über eine Madeira-steile Straße. Der Weg geht ziemlich steil nach oben. Aber was tut man nicht alles für die Weltherrschaft. Irgendwann kommen zwei Wanderer bergab. Sie sagen, dass alles im Nebel ist und man nur ein paar Meter hinaus auf den See sehen kann. Das wollten wir jetzt nicht hören.

Also wurde kurzentschlossen Kehrt gemacht. Das ist zwar ein Rückschritt auf dem Weg zur Weltherrschaft, aber was soll man machen. Nach dieser Kurz-Wanderung wird heim gefahren. Dort wartet schon Mura auf den Rest der Taskforce. Es steht noch das letzte Abendmahl auf dieser Insel an. Diesmal wir das Lokal mit der besten Internet-Bewertung ausgesucht.
Es ist eine Snackbar, in der es Burger, Wraps und sonstiges Zeug gibt. Mura bestellt Burger, ICBeter einen Wrap und Tami sonstiges Zeug. Das Essen ist gut, aber den ersten Preis gewinnt das Lokal, in dem wir zweimal Fisch essen waren: Sabores da Terra. Der letzte Weg führt dann ncoh in den Supermarkt. Nicht, weil Käse fürs Frühstück gekauft wird, sondern weil keine Süßigkeiten mehr daheim sind. Das ist natürlich kein Zustand.
Im Supermarkt räumen wir das Süße ziemlich ab. Bei der Kasse sind zwei Mädels vor uns dran, die unseren Süßigkeiten-Einkauf noch locker toppen. Man kann halt nicht immer gewinnen. Zuhause wird das Zeug dann vernichtet und der Tag dann für beendet erklärt.