Dia 11 – Sao Joao

Um 0700 ist wieder Tagwache. Zum Frühstück probiert Tami einen Aufstrich aus, dessen Inhalt er nicht entziffern kann. Wir hoffen, dass er ihn zumindest in der Lebensmittel-Abteilung gefunden hat. Freddy IX. tostet brav die Continente-Toasts. Der Plan für heute ist, den Süden der Insel zu erkunden. Da Mura gestern dabei gewesen ist, hütet er diesmal das Haus.

Miradouro 1

Außerdem kommt heute das Mädchen zum Putzen und das will er nicht alleine lassen. Also fahren Tami und ICBeter los. Das Navi führt uns zielsicher ans Ziel. Es ist eine Küstenwanderung. Die Geht über 8 km in eine Richtung und dann wieder zurück. Es gibt aber einen schlauen Trick, wenn man nicht 16 km gehen will: Man dreht einfach schon vor dem Ende um!

Miradouro 2

Wir sind halt echte Profis, denen keiner was vormachen kann. Die Wanderung führt zu mehreren Miradouros, wo man viel Meer, viel Strand und noch viel mehr Meer sehen kann. Das kann man sich solange anschauen, bis man kein Meer mehr sehen kann. Es geht auch durch mehrere Ortschaften durch. Es gibt auch wieder einen öffentlichen Badeplatz.

Miradouro 3

Auch hier badet keiner, also lassen wir es auch. Man kann bis ganz nah ans Wasser gehen. Also bis dort hin, wo die Wellen enden. Wenn man schlau ist, hält man trotzdem einen Sicherheitsabstand. Denn einige Wellen sind größer als die anderen. Wenn man nicht schlau ist, kommt irgendwann so eine größere Welle und man steht 15 cm unter Wasser.

Bis zu den Wellen. Nasse Füße inklusive.

Wenn man dann mehr Glück als Verstand hat, hat man feste Wanderschuhe an, die für eine Weile wasserdicht sind. Wenn man nur Wander-Turnschuhe hat, sind die gleich mit Wasser gesättigt. Aber Tami ist das ja schon vom Whale Watching gewohnt. Wenn jetzt noch im Meer ein Wal auftaucht, ist das Dejavu-Erlebnis perfekt.

Gebrauchtwagen-Okkassion: Erstbesitz mit leichten Gebrauchsspuren. Pickerl bis 1987.

Also geht es weiter. Wir sind ja nicht zum Spaß da. Joggen scheint auf Pico kein Volkssport zu sein. Wir sehen heute zum ersten Mal eine im Jogging-Outfit. Und die marschiert nur. Immerhin unterbricht sie sogar ihr Telefonat, um Hallo zu uns zu sagen. Wahrscheinlich liest sie unseren Blog und erkennt uns sofort.

Miradouro 4

Weil man aus Schaden klug wird, gehen wir am Rückweg nicht zu den Wellen hinaus. Die schauen zwar jetzt ganz harmlos aus, aber wir kennen die Tricks von denen jetzt schon. Bei einem Aussichtspunkt sieht Tami am Handy, dass weiter oben eine kleine Straße ist, die wir am Hinweg noch nicht gesehen haben. Gleich in der Nähe ist ein Schild, das anzeigt, dass es dort zur Straße geht.

Küste

Zwar auf Portugiesisch, aber das beherrschen wir inzwischen ja bekanntlich schon perfekt. Es ist eine Steintreppe, die bergauf geht. Ziemlich bergauf. Ziemlich sehr bergauf. So ähnlich wie auf Hawai’i am Coco Crater Hike. Aufmerksame Blog-Leser wissen Bescheid. Aber der Weg ist nicht so weit wie damals. Es ist übrigens ein besonderer Zufall, dass Mura auch damals nicht mit dabei war.

Tami auf dem Weg zur Weltherrschaft

Das Auto hat inzwischen brav auf uns gewartet. Die Rückfahrt wird wieder ohne Navi angetreten, denn wir kennen die Insel inzwischen in- und auswendig. Das Mädchen ist kurz nach unserer Abfahrt gekommen. Mura meint, sie ist wohl schon ein paar Jahrzehnte lang ein Mädchen. Jedenfalls schaut es, als sie wieder weg ist, wieder zivilisiert aus. Das war, nachdem wir drei Tage hier gehaust haben, natürlich nicht mehr so.

Quizfrage: Gegen welche Pool-Regel haben wir verstoßen?

Außerdem hat Mura – unter Mithilfe des Technikers – die Klimaanlage repariert. Warum sie kaputt war? Es ist ein chinesisches Modell. Auch der Hausbesitzer war da. Mura hat also ordentlich Audienz gehalten. ICBeter testet dann wieder den Pool. Heute ist er schon deutlich wärmer als gestern. Es können schon 4 Längen geschwommen werden statt einer.

Irgendwann kommt dann wieder die Zeit des Abendessens. Mura hat wieder ein neues Lokal in Madalena rausgesucht. Dort ist sogar noch ein Tisch frei. Am Fernseher läuft hier aber kein Fußball, sondern Nachrichten. Wir sind uns daher nicht ganz sicher, ob wir immer noch in Portugal sind. Es werden wieder allerhand Fischsachen gefuttert.

  • Heimische Flora

Dann geht es nach Hause, ohne beim Continente stehen zu bleiben! Das ist ein Novum. Es fehlt uns für morgen an nichts. Wahrscheinlich machen die sich jetzt Sorgen, weil wir heute nicht vorbei gekommen sind. Daheim angekommen wird noch die Internet-Verbindung ausgenutzt und der Tag für beendet erklärt.

One thought on “Dia 11 – Sao Joao

  1. Antwort auf die Quizfrage:
    Johanna sagt: “Nicht laufen”
    Caroline sagt: “Nicht tauchen”
    Geli sagt: “Nicht essen”
    … und ich sag natürlich die links in der Mitte 🙂

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *