Heute ist erst um 0730 Tagwache. Es wird immer später! Aber dafür ist es beim Frühstück auch immer schon hell. Quizfrage für unsere Blog-Leser: Wird es auf Pico, das weiter westlich liegt als Sao Miguel früher oder später hell als dort? Freddy IX. ist das auf alle Fälle egal, er toastet einfach brav seine Toasts. Als Special gibt es heute Tintenfisch in Öl.

Heute ist ein sonniger Tag. So viel Sonne hatten wir in der Früh auf dieser Reis vermutlich noch nie. Daher wird eine Wanderung rausgesucht. Sie liegt ganz im Osten der Insel. Und sie geht immer der Küste entlang, also ist sie logischerweise kinderleicht. Zum ersten Mal legt ICBeter Sonnencreme auf und Tami zieht die kurze Wanderhose an. Das Traumwetter muss genutzt werden.

Auch Mura ist diesmal wieder dabei. Die Fahrt geht entlang der Südküste. Sogar der Pico lacht heute herunter. Wir fahren die gleiche Strecke wie gestern. Deswegen werden die Miradouros ausgelassen. Bis zu dem Punkt, an dem wir gestern losgegangen sind. Ab da ist alles neu. Ab da ist auch alles bewölkt. Immerhin regnet es nicht.

Nach etwa 30 Minuten sind wir im östlichen Teil. Es regnet. Aber das macht nichts, denn bis zu unserem heutigen Wanderstart sind es noch 15 Minuten Fahrt. ICBeter prognostiziert für diesen Zeitpunkt strahlenden Sonnenschein. Als wir ankommen hat es immerhin aufgehört zu regnen. Das gilt als exakt richtige Vorhersage.

Am Start der Wanderung gibt es genau zwei Parkplätze. Alle sind frei. Der Weg geht entlang der schwarzen Klippen. Es ist ein schöner Weg über Grasböden, der eben dahin geht. Links davon gehen die Klippen 20 m runter, aber der Weg ist schön breit. Es stehen überall halb fertig gebaute Häuser. Alle nach der selben Machart.

Die Baustellen sind aber verwaist. Keine Maschinen und keine Arbeiter da. Wahrscheinlich ein Signa-Projekt. Es kommen dann ein paar Hindernisse in Form von Felsen, die zu überwinden sind. Aber das wird alles gemeistert. Dann ist plötzlich der Gras-Weg zu Ende. Es sind nur mehr schwarze Lava-Steine da. Über die muss rüber marschiert werden. Die 20 Meter, die es zum Meer runter geht sind auch nicht weniger geworden.

Mura entscheidet, dass es für ihn für heute genug ist. Immerhin war es heute über 10 Mal so weit wie letztes Mal. ICBeter und Tami gehen noch ein Stück weiter, um zu sehen, ob der Weg besser wird. Spoiler: Wird er nicht. Es wird zu einem lustigen Geklettere zwischen schwarzen Felsen. Also wird auch hier Kehrt gemacht. So wie gestern ist die Hälfte des Weges absolviert. Hin und Zurück macht das einmal den Weg.

Am Rückweg wird dann eines der Häuser genauer in Augenschein genommen. Sollte wohl ein Feriendorf werden. Ein großer zweigeteilter Raum und Klo/Bad. Und in der Mitte zwischen den Häusern große Gebäude für alle. Nächster Programmpunkt ist die Inselumrundung. Einmal rund herum und alle Miradouros anschauen.

Kurz gibt es mal wieder Regen, aber das kann uns jetzt nichts mehr anhaben. Wenn man eine komplette Runde um die Insel macht, kommt man zwangsläufig beim Continente vorbei. Das trifft sich gut, denn gestern waren wir dort nicht. Also wird wieder ordentlich eingepackt. Natürlich haben wir wieder keine Sackerl mitgenommen und müssen wieder neue kaufen.

Wider Erwarten fragt uns die Kassiererin nicht, wo wir denn gestern waren. So, als hätte sie uns gar nicht vermisst. Pfff… Dann geht es mit der Beute nach Hause. Mura testet dann, ob der Pool inzwischen wärmer geworden ist. Nicht wirklich. Also wird das wieder beendet. Am Sonntag hat man hier ein spezielles Problem. Da sind nämlich fast alle Lokale zu.

Die Supermärkte haben offen, aber die Lokale zu. Wer aus Österreich stammt, wähnt sich hier auf einem anderen Planeten. CCO Mura muss eine ganze Weile suchen, um im Internet ein offenes Lokal zu finden. Falls das doch nicht offen hat oder keine freien Tische hat, ist der Burger King unser Plan B. Der ist gleich beim Continente.

Also wird frohen Mutes losgefahren. Als wir beim Burger King vorbei kommen, ist es dort finster. Plan B ist also gestrichen. Bleibt noch Plan A. Das Restaurant hat wirklich offen. Es ist auch fast niemand drin. Also bekommen wir einen Tisch. Bier gibt es keines, das ist ein Minuspunkt. Auch sind die Kellner nicht die schnellsten.
Aber das Essen ist gut und das ist auch kein unwichtiger Punkt. Ähnlich wie im Thermalbad in Furnas gilt auch hier das Prinzip: Man spricht Deutsch. Einheimische verirren sich am Sonntag scheinbar nicht in ein Lokal. Nach dem Essen geht es schnell nach Hause, denn morgen heißt es früh aufstehen, denn es ist ein umfangreiches Programm vorgesehen.
Später natürlich!☺️