Day Twentyeight – Fraser Island

Tagwache ist um 0630. Denn heute ist eine Tour gebucht. Die Tagestour auf die Insel K’gari, auch bekannt unter Fraser Island. Mura gibt wegen der angekündigten Hitze w. o. Auf der Bestellbestätigung steht der Abholort nicht. Also wird sicherheitshalber dort angerufen. Dort läuft ein Tonband, dass man außerhalb der Öffnungszeiten anruft.

Lake McKenzie

Das ist jetzt blöd, denn wenn wir nicht vom Campingplatz abgeholt werden, versäumen wir die Tour. Also wird sicherheitshalber ein Uber gerufen, um selbst zum Fährhafen hinzufahren. Es ist aber 0700 und Sonntag. Kein einziger Uber-Fahrer, der halbwegs bei Trost ist, sitzt da in seinem Auto. Als wir schon mit dem Wohnmobil hinfahren wollen, kommt ein Anruf, dass der Bus jetzt vor dem Campingplatz steht und uns abholt. Na bitte.

Ken gefällt der See

Wir sind die einzigen im Bus. Wird das eine Privattour für uns? Es kommen aber noch zwei weitere Leute, die am selben Campingplatz einsteigen. Danach werden in ganz Harvey Bay Leute zusammengeklaubt. Zum Schluss ist der Bus fast voll. Dann werden alle zur Fähre gekarrt. Die ist gratis, man braucht also kein Ticket.

Da die Sonne schon herunterbrennt, ist es schlau, sich in den Schatten zu setzen. Als die Fähre losfährt (darum heißt sie ja Fähre) dreht sie sich um und der Schatten liegt auf der anderen Seite. Wenn da nicht wieder die dunklen Mächte dahinter stecken, um uns an der Weltherrschaft zu hindern! Aber wir greifen zu Trick 17 und setzen uns unter Deck in den Innenraum.

Bacherl

Ein genialer Schachzug, den uns gleich viele Leute nachmachen. Die meisten davon schon vor uns. Die Fahrt geht etwa 45 Minuten. Dann stürmen alle vom Kai zu den Bussen. Wir sind in ersten Bus instruiert worden, zu dem Fahrer mit dem rosaroten Schild zu gehen. Da wir am Weg von der Fähre zum Bus viel Zeit beim Fotografieren verloren haben, sind wir bei den letzten, die einsteigen.

Einheimische Fauna

Dadurch sitzen wir in der vorletzten Reihe. Dort stellen wir fest, dass die letzten beiden Reihen fest in deutschsprachiger Hand sind. Dann geht es los. Der Fahrer erzählt über die Lautsprecher alles mögliche über die Insel. Dass sie die größte Sandinsel der Welt ist etwa. Tatsächlich besteht sie komplett aus Sand. Alles Gestein besteht aus Pflanzenmaterial, das über lange Zeit versteinert ist.

S.S. Moheno

Das kennen wir schon aus dem Petrified Forest Nationalpark. Zuerst gibt es mal eine lange Fahrt durch den Wald von der West- auf die Ostseite der Insel. Der Bus hat die Größe eines Reisebusses und Allradantrieb. Die Straßen sind Sandwege. Die Gurtenpflicht im Bus sollte man erst nehmen. Denn die Sandwege haben große Löcher. Man wird ordentlich durchgerüttelt.

Erste Station ist der McKenzie Lake. Ein großer See mit feinem, weißen Sand, in dem man baden kann. Das Wasser ist brunzwarm, aber es ist angenehmer als draußen. Der Strand hat eine ähnliche Urlauberdichte wie Bondi Beach. Es steht eine Stunde zur Verfügung, mehr hält man in der Sonne eh nicht aus. Dann geht es weiter zu einem Forest Walk.

Einheimische Fauna

Eine kurze Gruppenwanderung entlang eines kleinen Baches. Dabei werden diverse Pflanzen erklärt und erzählt, wie mühsam es war eine bestimmte Baumart zu fällen und das Holz zu transportieren, bei dem sich später herausgestellt hat, dass es komplett unbrauchbar ist, weil es sich verwirft. Dann gibt es Mittagessen. Es gibt ein Buffet mit Hendl, Muscheln, Pasta und allem anderen.

The Pinnacles

Da das Frühstück heute ausgefallen ist, kommt das sehr gelegen. Nach einer Dreiviertelstunde muss alles aufgegessen sein, dann es geht weiter. Nämlich auf den 75 Mile Beach. Das ist der Strand an der Ostseite der Insel. Der ist offiziell als Highway registriert, auf dem 80 km/h erlaubt sind. Jeder, der ein Allradauto hat, kann hier auf und ab düsen.

Viel Verkehr am Eli Creek

Bei einem alten Schiffswrack wir Fotostopp gemacht. Es ist die S. S. Moheno, die in den 30er Jahren an Japan verkauft wurde und beim Abgeschleppt werden in einen Sturm geraten ist. Jetzt verrostet sie seit 90 Jahren. Letzte Stopp ist beim Eli Creek. Ein kleiner flacher Bach, durch den man hindurch waten kann oder mit einem Schwimmreifen runter schwimmen kann,

Der Bus ist fast voll

Danach geht es wieder zurück zur Fähre. Aus lauter unternehmungslustigen Touristen sind müde Krieger geworden, die auf der Fähre herumlungern. Mura hat die Zeit am Campingplatz inzwischen um einen Tag verlängert und musste das Wohnmobil zweimal umparken. Dann ist er zur Fähre gefahren und die Taskforce ist wieder vereint.

Einheimische Fauna

Da es wieder zu spät zum Grillen ist, wird unterwegs noch ein Restaurant gesucht. Dort werden Hendl und Pizza gegessen. Letztes Ziel des Tages ist der Campingplatz in Bargara nördlich von Bundaberg. Dort gibt es wieder einen klassischen late checkin. Weil morgen schon die nächste Tour am Programm steht, wird schon bald Schluss mit dem Tag gemacht.

Aktueller Standort: -24.80570987353773, 152.45561028211617

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