Bereits um 0600 ist für alle Tagwache, weil viel Arbeit ansteht. Die letzte Nacht im Wohnmobil haben alle gut hinter sich gebracht. Freddy XI. toastet seine letzten Toasts für uns. Dann passiert das, was wir seit Tagen befürchtet haben: Wir müssen unsere Koffer wieder packen. Jeder weiß, dass Koffer und Taschen im Urlaub schrumpfen und deshalb nicht mehr so viel reingeht wie bei der Anreise. Das lässt sich wahrscheinlich quantenmechanisch erklären.

Eine weitere Weisheit, die unsere treuen Blog-Leser schon kennen ist, dass immer dann, wenn man mit dem Packen fertig ist, noch ein Drittel des Inhaltes fehlt. Irgendwelche Schuhe oder Handtücher tauchen auf magische Weise immer noch auf. Mit Biegen und Brechen bringen dann aber doch alle ihre Koffer zu. Das ist ein großer Schritt in Richtung Weltherrschaft.

Die Campingsessel, der Insektenspray und das falsch gekaufte Stromkabel werden den Nachbarn geschenkt. Die Besen und diverses Kleinmaterial, das noch übrig ist, wird in der Küche zur freien Entnahme hingestellt. Dann heißt es auch noch Abschied nehmen von Sydney und Freddy XI. Beide haben uns treu gedient und wir werden sie immer in guter Erinnerung behalten.
Auch sie werden zur freien Entnahme hingestellt. Was wir heute alles verschenkt haben, muss uns unendlich viel gutes Karma einbringen. Ob in der Nähe von Brisbane jemand einen Heizkörper brauchen wird, ist zwar fraglich, aber vielleicht fährt ja jemand nach Tasmanien. Mit einem frisch geputzten Wohnmobil treten wir dann unsere letzte Fahrt an. Ziel ist die Rückgabestelle in Brisbane. Kurz davor gibt es eine Tankstelle, sodass noch einmal getankt werden kann.

Gleich gegenüber ist eine Lotto-Kollektur, wo wir unsere 7 $ Großgewinn abholen. Dann verabschieden wir uns endgültig vom Wohnmobil. Es wird kurz untersucht und kein Totalschaden festgestellt. Wir werden also unsere Kaution zurück bekommen. Weil wir heute die Spendierhosen anhaben, verschenken wir auch noch die letzten drei Coladosen an Leute, die auf ihr Wohnmobil warten. Vielleicht bekommen sie ja unseres.

Oder es wird nach genauerer Untersuchung gleich verschrottet. Wir werden es nie erfahren. Mit einem Uber geht es dann zum Flughafen Brisbane. Der ist nicht weit weg. Eingecheckt wird bei einem Automaten. Damit haben wir immer gute Erfahrungen gemacht. Tatsächlich funktioniert alles problemlos. Auch der Sicherheitscheck ist relativ schnell erledigt.

Mura hat sich auch für den Kurzflug ein Businessclass-Ticket besorgt und verschwindet in die Lounge, während der Rest beim Gate wartet. Das Boarding beginnt überpünktlich. Wenn man sich die Anzahl der Leute anschaut, die einsteigen, möchte man meinen, wir fliegen mit einem A380. Es ist aber nur eine 737, die aber bis zum letzten Platz gefüllt ist.
Der Flug von Brisbane nach Melbourne dauert ca. 2,5 Stunden. Die spannendste Frage nach einem Flug ist immer, ob das Gepäck ankommen wird. Da haben wir Erfahrungen aus Madeira. Aber obwohl Tami besonders lange warten muss, kommt alles an. Beim Verlassen des Terminals machen wir eine Erfahung, die wir schon lange nicht gemacht haben: kühle Luft!

Wir sind wieder im Süden. Mit einem Uber geht es ins Hotel. Es ist wieder das gleiche, wie vor unserer Tour. Das alte Häfn. In dem ist auch das Brewdog. Dort wird gefuttert. Die Wartezeit ist zwar lang, aber es hat sich ausgezahlt. Weil alle müde vom Jetlag sind (eine Stunde ist wieder vorgestellt worden), wird der Tag bald für beendet erklärt.