Da wir um 1000 vom Campingplatz weg müssen und noch ein reichliches Programm vor uns haben, heisst es wieder früh aufstehen. 0830 Tagwache. Dass keine Duschen vorhanden sind, beschleunigt die Sache ungemein. Warum ist das nicht auf allen Campingplätzen so? Nach einem Frühstück (der Toaster hält weiter durch) machen wir uns auf den Weg. Zuerst in Richtung Old Faithful Geyser.
Das ist jener Geysir, der alle eineinhalb Stunden ausbricht. Und es kann bis auf 10 Minuten vorausberechnet werden. Auf dem Weg dorthin bleiben wir noch bei etwas kleineren Geysiren stehen. Einen, der nur alle 16 Stunden ausbricht, sehen wir auch spucken. Wir treffen auf eine Gruppe mit einem Fremdenführer und stellen uns gleich dazu. Daher wissen wir auch, wie oft der ausbricht.
Dann geht es weiter zum Old Faithful. Als wir ankommen, sitzen kaum Leute rund um den Geysir, was bedeutet, dass der nächste Ausbruch noch eine Weile dauert. Eigentlich braucht man im Visitor Center gar nicht nachschauen, wann der Ausbruch ist. Man braucht nur schauen, wann die Leute alle kommen. Wir schauen trotzdem und sehen, dass es um 1151 soweit ist. +/- 10 Minuten. Noch etwa 40 Minuten. Wir gehen noch ins Visitor Center und schauen uns die Souvenirs an.
Dann gehen wir noch zur Lodge. Die ist 4 Stockwerke hoch und komplett aus Holz gebaut. Irgenwann in den 80er Jahren ist sie kompett abgebrannt. Wahrscheinlich musste die Feuerwehr auf den Ausbruch des Geysirs warten, um Wasser zu bekommen. Dann gehen wir zum Geysir, weil schon alle Leute dort sitzen. Vor längerer Zeit ist der Old Faithful schon einmal nicht zur rechten Zeit losgegangen. Da hat es dann kurz darauf ein großes Erdbeben gegeben.
Uns ist egal, was von den beiden Dingen eintritt, wir sind auf jeden Fall mit Fotoapparaten und Videokamera dabei. Es tritt der Ausbruch des Geysers ein. Wie soll man das jetzt beschreiben… es wird heißes Wasser in die Luft gespritzt und kommt wieder runter. Zumindest was nicht vorher verdampt ist. Wir wissen nämlich jetzt, wo die Wolken herkommen. Von den Geysiren in Yellowstone.
Dann machen wir uns auf die 7-Stunden-Fahrt nach Salt Lake City. Wir kommen durch 4 Bundesstaaten. Wyoming, Montana, Idaho und letztlich Utah. Dort sind die Mormonen daheim. Und die Salzsee-Stadt ist ihre Zentrale mit dem großen Tempel in der Mitte. Aber das schauen wir uns erst morgen an. Heute gehen wir mal für die nächsten 3 Tage einkaufen. 180 $ für die nötigsten Kleinigkeiten wie Bier, Toastbrot, Milch, Pizza, Bier etc.
Dann fahren wir zum Campingplatz. Fürs Klo gibt es einen vierstelligen Geheimcode. Das ist so wie beim Bankomat. Nur, dass man nichts herausbekommt, sondern was hier lässt. Also quasi Passwort eintippen, dann Input und zum Schluß flush();
Mura versucht dann seine Pizza zu backen. Der Gasherd lässt sich aber nicht anmachen. Erst nach etwa einer Stunden Internet-Recherche findet er den Trick heraus. Was wäre die Welt ohne die Segnungen des Internet? Der Rest isst Ravioli aus der Dose. Eigenlich war Grillen geplant, aber es gibt keine Feuerstelle beim Campingplatz. Dafür ist es aber schön warm und man kann beim Surfen draussen sitzen. Stromanschluss hat das Wohnmobil auch aussen.