T32: Death Valley

Heute heißt es wieder früher aufstehen, weil wieder mal Fahrtag ist. Irgendwie müssen wir ja die 2800 Meilen zusammenkriegen, die geplant sind. Nachdem der ursprüngliche Plan, den Rest der Reise in einer Strech-Limuosine zu fahren und das Wohnmobil von einem Chauffeur nachfahren zu lassen, in Las Vegas gescheitert ist, müssen wir es selber fahren.

Nach dem Frühstück (Freddy macht immer wieder Mucken, hält aber trotzdem durch) wir erst mal Wasser nachgefüllt und Wasser gelassen. Nämlich aus den Abwassertanks. Hauns ist diesmal der Dreckmichl. Dann geht’s los. Zuerst mal zum Post Office wegen Briefmarken. 92 Cent kostet eine nach Europa.

Man muss sich lange anstellen (America is waiting). In der Reihe meint einer, er würde alle in diesem Office rausschmeissen wegen ihrer Faulheit. Dann geht’s ab in Richtung Death Valley. Zirka 3 Stunden dauert die Fahrt bis zum Nationalpark. In der letzten Stadt tanken wir sicherheitshalber. Wer weiß, ob wir im Todestal Benzin bekommen. Und in der Wüste ohne Treibstoff stehen zu bleiben, ist suboptimal.

Dann fahren wir hinein. Bei der ersten Infostation bleiben wir stehen. Es hat ca. 30 Grad. Dann geht’s weiter ins Visitor Center. Wir zeigen unseren Nationalpark-Pass und sparen 20 $ beim Eintritt. Schon 45 $ Reingewinn. Außerdem gibt es eine interessante Informations-Ausstellung. Mura hütet inzwischen das Wohnmobil.

Unterwegs sehen wir einen historischen Punkt, wo Ende des 19. Jahrhunderts Borax abgebaut wurde. Im Death Valley sicherlich ein Traumjob. Wir gehen den Pfad ab, der laut Anzeigetafel 3/8 Meilen lang ist (drei Achtel). Mura passt inzwischen auf das Wohnmobil auf.

Als nächstes fahren wir zum ersten Aussichtspunkt. Zabriskie Point. Man sieht gelbe und rotbraune Erdhügel in allen Richtungen. Mura bewacht inzwischen das Wohnmobil, während wir die 100 Meter zum Aussichtspunkt raufgehen. Die Temperatur ist schon etwa 36 bis 38 Grad und die Sonne scheint. Das ist so ganz entgegen dem Eindruck, den wir bis jetzt von der Wüste gewonnen haben. Wir sind jetzt etwas verwirrt.

Nächste Station ist der Golden Canyon. Weil das ein Rundwanderweg von 3 Kilometern ist, gehen wir nur ein paar Meter hinein. Dort war ein asphaltierter Weg, der jetzt etwa einen halben Meter unterspült ist. Hier muss es ziemlich rund gehen, wenn es einmal regnet. Mura passt inzwischen auf das Wohnmobil auf und wir machen ein paar Fotos.

Auf dem Artists Drive dürfen wir nicht fahren, weil nur Fahrzeuge bis 25 Fuß Länge fahren dürfen. Und wir haben 29. Also fahren wir zu Badwater. Das ist der tiefste Punkt der USA mit etwa 85 Metern unter dem Meeresspiegel. Es ist ein kleiner See (ein paar Quadratmeter groß), der total versalzen ist. Aber weniger als der Salt Lake in Utah. Dort sehen wir auch eine Tafel, dass die Höchsttemperatur im Juli etwa 57 Grad beträgt. Nicht Fahrenheit, sondern Celsius.

Mit den 38 Grad ist es ja direkt kühl jetzt. Wir machen ein paar Fotos und Mura betreut inzwischen das Wohnmobil. Als letztes fahren wir noch zu den Sanddünen, die aus sehr feinem Sand bestehen. Mura beschützt inzwischen das Wohnmobil. Dann wird es finster und wir fahren in die nächste Stadt (Beatty, NV).

Dort finden wir einen RV-Park. Es gibt zwar weder Klo noch Duschen, aber Strom- Wasser- und Dumping-Anschluss. Leider aber kein Internet. Am späteren Abend werden noch Würstel gegrillt. Mura kommt dann sogar aus dem Wohnmobil um seine Würstel zu essen. Er hat es erfolgreich geschafft, keinen Fuß auf den Boden von Death Valley zu setzen.

Während dem Essen kommen ein paar Esel auf den RV-Park und beobachten uns unauffällig aus dem Hintergrund. Wahrscheinlich wieder getarnte CIA-Agenten. Dieser Verdacht erhärtet sich, als sie die Flucht ergreifen, als Bru sich ihnen nähert. Offenbar haben sie sich enttarnt gefühlt. Skorpione, Giftschlangen oder Giftspinnen haben wir im Death Valley keine gesehen. Wirklich Pech.

Um ca. 2300 wird es kalt und der Tag wird für beendet erklärt.

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