Day Thirtythree – Melbourne

Unser letzter Tag in Australien ist angebrochen. Stress gibt es in der Früh keinen, denn der Flug nach Peking geht erst um 2015. Deswegen wird mit Gewalt bis 0830 geschlafen. ICBeter nutzt dann noch den Pool, damit die Zeit vergeht. Er hat den Pool für sich alleine. Um 0930 ist wieder Frühstück angesagt, kurz bevor es um 1000 nichts mehr gibt.

Jeder bekommt sein Getränk und als auf das Essen gewartet wird, geht plötzlich ein lauter Piepston los. ICBeter macht den dummen Scherz, dass das ein Feueralarm ist und wir jetzt gleich alle rausgehen müssen. Dann kommt eine Durchsage, dass das Gebäude evakuiert wird. Es kommt auch eine Angestellte, die uns sinngemäß sagt, wir sollen da jetzt verschwinden.

Hochsicherheitstrakt

Da stecken doch sicher wieder die dunklen Mächte dahinter, die uns an der Weltherrschaft hindern wollen! Also marschieren wir mit den anderen vor das Hotel. Zum Glück ist es heute warm, so lässt sich gemütlich zuschauen, wie die Bombeiros mit zwei Autos daherkommen. Sie gehen hinein und 10 Minuten später können alle wieder rein gehen.

Das Hotel ist also nicht abgebrannt. Das hätte uns viel Stress mit dem Gepäck erspart, aber was soll man machen? Wieder im Speiseraum sagt man uns, dass das Essen jetzt neu gemacht werden muss, weil auch die Köche raus mussten und es kaputt gegangen ist. Das ist gut, denn so vergeht die Zeit. Um 1100 wird pünktlich ausgecheckt.

Damit die Zeit vergeht, haben ICBeter und Tami noch eine Führung durch das ehemalige Gefängnis, in dem sich das Hotel befindet, gebucht. Es sind insgesamt nur 4 Leute bei dieser Tour. Eine Amerikanerin aus Kentucky und ihre Großmutter. Die geht am Stock und gibt bei der dritten Station der Führung w. o. Also geht es zu dritt weiter.

Nicht unser Flieger

Es gibt Infos zur Geschichte der Anlage und viele Infos, bei denen man aber höllisch aufpassen muss, um das asiatische Englisch der Führerin zu verstehen. Das ganze endet im Hochsicherheitstrakt. Der ist noch ziemlich so erhalten, wie er damals war. Hier ist kein Hotel daraus gemacht worden. Da wird die Führung von einem Audioguide übernommen. Da muss man dann nur mehr australisches Englisch verstehen.

Pünktlich um 1300 wird uns sinngemäß gesagt, dass wir uns schleichen sollen, weil die nächste Tourgruppe kommt, der wir Platz machen müssen. Es sind zwei Personen. Damit die Zeit vergeht, wird nochmal die Ausstellung angeschaut, die wir schon vor einem Monat gesehen haben und dann in der Lobby des benachbarten Kinos ein gemütlicher Platz auf bequemen Sofasesseln bezogen.

Mura hat inzwischen eine Massage gebucht und danach treffen sich wieder alle in der Hotellobby. Ein Feueralarm wäre jetzt eine nette Abwechslung. Aber es kommt keiner. Geht euch das auch so, dass ein Feueralarm immer dann passiert, wenn ihn gerade nicht haben wollt? Also müssen wir uns damit die Zeit vertreiben, einer Hochzeitsgesellschaft beim Eintreffen zuzuschauen. Braut und Bräutigam haben wir schon vor dem Kino gesehen.

Die Lounge ist nur für uns – vorerst

Schließlich wird ein Uber gerufen, das uns zum Flughafen bringen soll. Es stehen 3 Minuten Wartezeit da. Also wird schon mal hinaus gegangen, wo es schon über 30 °C hat. Nochmal schnell auf die App geschaut, es sind jetzt 5 Minuten. Eigentlich sollte die Wartezeit zurück zählen und nicht nach vorne. Aber 5 Minuten sind jetzt auch nicht schlimm.

Beim nächsten Blick auf die App sind es 8 Minuten. Wenn da nicht wieder die dunklen Mächte… Kurz darauf sind es 10 Minuten. Ein Blick auf die Karte in der App verrät, dass der Spezialist in die falsche Richtung fährt. Also wird storniert und ein anderer Fahrer angefordert. Der dauert zwar 12 Minuten, fährt aber immerhin in unsere Richtung. Und so vergeht die Zeit wenigstens.

Die Koffer passen alle rein und los geht es. Auf der Strecke gibt es eine Umleitung. Wegen dieser müssen wir in eine stark befahrene Hauptstraße rechts einbiegen. Rechts abbiegen ist in Australien so, wie bei uns links abbiegen. Geht nur, wenn beiderseits niemand kommt. So stehen wir rund 10 Minuten dort, bis es weiter geht. Aber so vergeht wenigstens die Zeit.

Schnee haben wir nicht bestellt!

Schließlich kommen wir am Flughafen an. Der Checkin von Air China ist schnell gefunden. Sie versprechen, dass die Koffer wieder bis Budapest durchgecheckt werden. Na mal sehen. Nächste Station ist die Lounge. Dort gibt es mal ein verspätetes Mittagessen. Wir müssen uns schließlich wieder ans Mittagessen gewöhnen.

Danach wird noch den Fliegern beim Starten und Landen zugeschaut und darauf gewartet, dass das Boarding beginnt. Mura nutzt die Zeit noch, um bei Cardcomplete anzurufen. Die Karte ist nach 4 Wochen intensiver Benutzung plötzlich gesperrt worden. Die Karte wird entsperrt – also hoffentlich. Damit ist alles für den ersten Teil des Heimfluges bereit…

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